Analyse Aktien 3D-Druck

3D-Druck Potenzial für Anwendungen in der Medizin

Ein Beitrag von Squid 39 09.08.2015

Mithilfe der 3D-Druck-Technologie wird die Medizin gerade revolutioniert. Und zwar nicht nur in ihren Möglichkeiten, sondern auch im Hinblick auf Kosten.
 
Organovo Holdings Inc
 
 
ConforMIS
 
 
Materialise Sp ADS
 

Besonders im Bereich Organ-Transplantation kann die schnelle und passgenaue Anfertigung von notwendigen Körperteilen nicht nur Leben retten, sondern auch den illegalen Handel mit echten Organen obsolet machen. Die Liste an zurzeit experimentellen Operationen, die sich der 3D-Druck-Technologie bedienen, wird dieser Tage stetig länger. In Peking haben Ärzte zum ersten Mal einen künstlich im 3D-Druckverfahren hergestellten Rückenwirbel verpflanzt. Doch so sensationell die erfolgreiche Operation auch war, so zeigt sie doch nur einen kleinen Ausschnitt der Revolution, die derzeit in der Medizin von immer fortschrittlicheren 3D-Druckern ausgelöst wird.

So gelang es Wissenschaftlern im Sommer letzten Jahres, Entwicklungsmuster von Stammzellen unter Zuhilfenahme von 3D-Druck-Technik zu kontrollieren. Die Forscher erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über die Entwicklung von Embryonen. Im selben Zeitraum wurden die Ergebnisse einer Zusammenarbeit international renommierter Wissenschaftler veröffentlicht, die sich mit dem Problem von künstlichen Kapillaren auseinandersetzten. Demnach ist es dem Team erstmals gelungen, in den Druckprozess von dreidimensionalem Gewebe auch Blutgefäße zu integrieren. Zuvor war es der Wissenschaft nicht möglich gewesen, das extrem dünne Zellgewebe künstlich herzustellen. Auch hier lieferte 3D-Druck-Technologie den Schlüssel zum Durchbruch.

 


Unternehmen wie Organovo Holdings Inc. ISIN Organovo Holdings Inc (US68620A1043) aus San Diego konnte schon große Erfolge im 3D-Druck mit lebenden Zellen präsentieren. So hat die Firma ein Lebergewebe erzeugt, welches unter dem Namen exVive3D kommerziell erhältlich ist. Dieses Gewebe ermöglicht zum Beispiel den Test von neuen Medikamenten.

 




Ein neues Unternehmen in den Vereinigten Staaten ist in die Herstellung von medizinischen Applikationen übergegangen. Dabei ist die ConforMIS Inc. ISIN ConforMIS (US20717E1010) (gehandelt an der BATS) noch nicht so bekannt und schon in der Lage mit einem spannenden Projekt und einem rasanten Börsenaufstieg zu begeistern. Das Unternehmen stellt unterschiedliche, benutzerdefinierte Implantate, vor allem Knie-Implantate, mit einer unternehmenseigenen Technologie her. Mit der sogenannten iFit Image-to-Implant-Technologie kann ConforMIS mithilfe von CT-Scans und 3D-Druckern unterschiedliche Knie-Implantate produzieren, die sich perfekt den Körperteilen des Patienten anpassen können.

 

In der Medizin helfen 3D-Drucker nicht nur dabei günstig und schnell Implantate und Prothesen herzustellen, sondern auch Modelle zu produzieren, die Körperteile und Organe mit ihren Funktionen exakt wieder geben können. Solche Modelle können durchaus bei operativen Eingriffen genutzt werden um möglichst viele Komplikationen und Fehler zu vermeiden. Hier tut sich die Dai Nippon Printing Co. Ltd. ISIN JP3493800001 hervor. Dem Unternehmen ist es gelungen ein genaues Duplikat einer Leber herzustellen. Aus dem 3D-Drucker stammend besteht das neuartige Modell aus einer Harzstruktur und ist zudem günstiger, als der bisher verwendete Modellstoff. Gerade einmal an die 3.000 US-Dollar hat das Team für die Produktion des Modells ausgeben müssen.

 

Der belgische Spezialist für 3D-Lösungen im medizinischen und industriellen Bereich Materialise NV ISIN Materialise Sp ADS (US57667T1007) beschäftigt sich mit verschiedenen Fertigungstechnologien: das Selektive Lasersintern, die Stereolithographie, die Mammut-Stereolithographie, das Fused Deposition Modeling, das Polyjet Druckverfahren sowie das Z-Corp 3D Printing. Die Materialise Software Mimics Innovation Suite, bietet ein komplettes Softwarepaket für medizinische 3D Anwendungen um 3D-Modelle auf Basis von CT, microCT, CBCT oder MRI Scans erstellen und bearbeiten zu können. Damit lassen sich digitale anatomische Daten nicht nur Anzeigen und automatisch Verarbeiten, sondern auch Modelle für den 3D-Druck erzeugen.

 

Über Beiträge und Kommentare zu dem Thema würde ich mich freuen.

 

 

 

 

 

 


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