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Botox immer vielseitiger einsetzbar

Ein Beitrag von Oli41Gel 31 21.02.2014

Die meisten Verbraucher kennen den Begriff Botox im Zusammenhang mit der Unterspritzung von Falten, also aus dem kosmetischen Bereich. Allerdings ist es schon seit geraumer Zeit so, dass Botox auch in medizinischen Bereichen zum Einsatz kommt, beispielsweise im Zuge der Behandlung von Allergien. Das eigentliche Nervengift wird immer häufiger in verschiedenen Gesundheitsbereichen eingesetzt und der Umsatz mit Botox ist alleine in den vergangenen drei Jahren um etwa 500 Millionen Euro gestiegen.
 
Ipsen
 
 
Eisai KK
 

Botox wird nach wie vor vor allen Dingen im Bereich der Schönheitsindustrie eingesetzt, denn hier hat das eigentliche Nervengift die Eigenschaft, Falten zu glätten und die Haut daher wieder jünger und natürlicher aussehen zu lassen. Insbesondere in den vergangenen fünf Jahren ist aber auch der Einsatz im medizinischen Bereich immer häufiger geworden. Mittlerweile ist es knapp eine Milliarde Euro Umsatz, die jährlich im medizinischen Bereich mit Botox gemacht wird. So werden Medikamente, die auf Botulinumtoxin (kurz Botox) basieren, mittlerweile beispielsweise zur Behandlung von Migräne eingesetzt.

Grundsätzlich stellen auch Experten fest, dass sich im Bereich des Nervengiftes zurzeit ein echter Imagewandel vollzieht. Galt Botox bisher vor allen Dingen als eine Art Lifestyle-Mittel im Bereich der Faltenbekämpfung, so stellen immer mehr Verbraucher und auch Patienten fest, dass es sich um einen Wirkstoff handelt, der zur Behandlung von diversen Erkrankungen eingesetzt werden kann. So gab es beispielsweise im vergangenen Jahr (2013) rund 300 Studien, die sich mit Botox beschäftigt haben. Mehr als 60 Prozent dieser Studien hatten dabei nichts mit der kosmetischen Anwendung zu tun, sondern waren im Bereich der medizinischen Wirkung des Nervengiftes angesiedelt. Ein Anwendungsbereich, bei dem in erster Linie der im Bereich Botox vorhandene Marktführer Allergan aktiv ist, ist die Bekämpfung von Harninkontinenz.

Da insbesondere von Harninkontinenz alleine in Deutschland etwa sieben Millionen Patienten betroffen sind, handelt es sich dabei um einen gigantischen Markt. Sollte sich herausstellen, dass Botox dauerhaft und wirksam gegen Blasenschwäche eingesetzt werden kann, so würde dies sicherlich noch einmal zu einer erheblichen Umsatzsteigerung führen. Darüber hinaus sind die Aussichten auf weitere Umsatzsteigerungen des Nervengiftes auch deshalb sehr positiv, weil es mittlerweile diverse Erkrankungen gibt, bei denen Botox zum Einsatz kommen kann. Dazu gehören beispielsweise schwere Migräne, Allergien (Heuschnupfen) oder auch der vorzeitige Samenerguss, unter dem viele Millionen Männer in Deutschland leiden. Selbst bei der Wundheilung wird das Nervengift inzwischen eingesetzt, denn es wurde festgestellt, dass die Heilung nach einer entsprechenden Botox-Spritze beschleunigt werden kann. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Krämpfe in verschiedenen Körperregionen, die sich oftmals ebenfalls sehr gut mit dem Nervengift behandeln lassen. Die Ausweitung der möglichen Einsatzgebiete und der insgesamt positive Imagewandel von Botox könnten durchaus dazu führen, dass die Hersteller des Nervengiftes zukünftig deutliche Umsatzsteigerung und somit auch zunehmende Gewinne verbuchen könnten.


Allergan


Schon seit vielen Jahren gilt Allergan Inc. US0184901025 als Markführer im Bereich der Herstellung und des Vertriebes von Botox. Das Unternehmen ist sowohl im Bereich der Forschung und Entwicklung als auch der Herstellung sowie dem Vertrieb von medizinischen Produkten tätig, die diverse Behandlungsgebiete abdecken können. Gegründet wurde Allergan im Jahre 1950 und hat seinen Hauptsitz in Irvine (Kalifornien). Der Hersteller beschäftigt mittlerweile über 11.000 Mitarbeiter und machte im vergangenen Jahr (2013) einen Umsatz von 6,2 Milliarden US-Dollar. Im Bereich der Herstellung von Botox nimmt das Unternehmen eine weltweit führende Marktposition ein und dürfte daher auch von prognostizierten Umsatzsteigerungen, was den Absatz des Nervengiftes angeht, profitieren können. Der Aktienkurs des Unternehmens hat sich innerhalb der letzten zwölf Monate ordentlich, aber noch nicht überragend entwickelt. Vor rund einem Jahr notierten die Aktien bei 81 Euro, während der aktuelle Kurs rund 91 Euro beträgt.


Eisai


Auch ein japanischer Hersteller beschäftigt sich mit der Produktion und dem Vertrieb des Nervengiftes, nämlich die Eisai Co. Ltd. Eisai KK (JP3160400002). Die Aktien des weltweit operierenden Pharma-Unternehmens werden im Nikkei 225 notiert und seinen Hauptsitz hat das Unternehmen in der japanischen Hauptstadt Tokio. Es werden etwas mehr als 9.000 Mitarbeiter beschäftigt, wobei rund 1.500 Personen im Bereich der Forschung tätig sind. Zu den bekanntesten Arzneimitteln, die vom japanischen Unternehmen vertrieben werden, gehören sicherlich Donepezil (Aricept®) (Behandlung von Demenz) sowie der Protonenpumpenhemmer Rabeprazol. Seit geraumer Zeit ist Eisai aber auch mit einer Botoxvariante am Markt vertreten. Der Aktienkurs hat sich in den vergangenen zwölf Monaten nicht besonders gut entwickelt, denn gegenüber Mitte Februar 2013 haben die Aktien rund vier Euro an Wert verloren. Aktuell notiert der Kurs bei etwa 27 Euro.


Ipsen


Ebenfalls zu den wichtigen Herstellern von Botox gehört das französische Pharma-Unternehmen Ipsen Ipsen (FR0010259150). Das Produkt wird unter der Bezeichnung Dysport vertrieben und auch Ipsen konnte in der Vergangenheit in diesem Bereich deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnen. Im vergangenen Jahr Betrug das Wachstum etwa 14 Prozent auf einen Umsatz von knapp 130 Millionen Euro. Es handelt sich bei Ipsen um ein weltweit agierendes Pharma-Unternehmen, welches sich auf die Produktion von Spezialpräparaten spezialisiert hat. Der Gesamtumsatz des Konzerns betrug im Jahre 2012 über 1,2 Milliarden Euro. Vor rund drei Monaten notierten die Aktien des Unternehmens bei rund 25,50 Euro, während der aktuelle Kurs etwas über 31 Euro beträgt.


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