Analyse Aktien Brennstoffzelle

Brennstoffzelle - der Trend ist intakt!

Ein Beitrag von Konrad 4 25.03.2014

Der Siegeszug der Brennstoffzellen-Technologie für mobile Einsatzgebiete wurde in der vergangenen Zeit kontrovers diskutiert. Aktien der Technologie-Anbieter haben sich jedoch in jüngster Zeit exzellent entwickelt. Gegenwärtige Marktkapitalisierungen bieten immer noch Chancen zum Einstieg in Aktien solcher Unternehmen. Zudem untermauern Initiativen der Industrie, dass künftig mit einer weitaus größeren Verbreitung des Einsatzes der Brennstoffzelle zu rechnen ist.
 
Quantum Fuel Systems Technol...
 
 
Hydrogenics Corp
 
 
Ballard Power Systems Inc
 
 
Plug Power Inc
 

Die Idee, aus Wasserstoff Strom zu erzeugen ist nicht neu. Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es die ersten Versuche der Umkehrung der Elektrolyse mit einhergehender Stromerzeugung aus Wasserstoff.

Die stationären Nutzung der Brennstoffzelle wird heute bereits in unterschiedlichen Verfahren von einer Vielzahl namhafter Unternehmen (wie z.B. eBay oder Apple) verwendet, um die Unabhängigkeit von den konventionellen Stromnetzbetreibern zu erlangen und/oder für Notfälle/Ausfälle gerüstet zu sein.  Aber auch die Automobilindustrie setzt sich – nach wie vor – mit der Entwicklung mobiler, alternativer Antriebsformen basierend auf der Funktionsweise von Brennstoffzellen auseinander.

 

Wer profitiert von der Erzeugung der sogenannten ‚ZEV’ (Zero Emission Vehicles)? 

Fahrzeughersteller

Die Fahrzeughersteller Toyota, Nissan, Mercedes-Benz und Honda haben die Produktionskosten für wasserstoffgetriebene Fahrzeuge inzwischen drastisch reduziert. Toyota plant den Einsatz von Großserien in Japan ab 2015 in Verbindung mit zahlreichen Wasserstofftankstellen in den japanischen Metropolregionen. Toyota hat ebenso die Einführung von Automobilen mit Wasserstoffantrieb in den USA für 2015 angekündigt. Gem. Nikkei Business Daily wurde die von Toyota entwickelte Technologie für das Antriebsaggregat sowie für die Wasserstoffspeicherung auch bereits von BMW lizensiert. BMW selbst plant die Erstellung eines Prototypen für 2015, die Markteinführung für 2020.

Bei Investments in Aktien dieser Automobilhersteller (Toyota, Nissan, Honda, BMW, Daimler) ist man somit auf der richtigen Seite, wenn es um Brennstoffzellen-Fahrzeuge geht. Allerdings ist der Einsatz dieser Antriebstechnologie gegenwärtig noch verschwindend gering verglichen mit den Produktionszahlen konventioneller Verbrennungsmotoren. Somit partizipiert man bei solchen Aktien eher unterdurchschnittlich vom Technologietrend der Brennstoffzelle.

 

Brennstoffzellen-Hersteller

Neben den Automobilkonzernen profitieren selbstverständlich auch insbesondere die Hersteller der Brennstoffzellen-Systeme von der Produktion des ZEV (Zero Emission Vehicle). Die Aktien solcher Anbieter haben sich in den vergangenen zwölf Monaten exzellent entwickelt. Der Trend ist intakt! Hier einige, der namhaften Unternehmen:

 

Plug Power (Plug Power Inc (US72919P2020)): Amerikanischer Brennstoffzellen-System-Hersteller (spezialisiert auf Spezialfahrzeuge für Warenlager) sowie Anbieter von Wasserstoff Kraftstoff

 

 

 

 

Ballard Power Systems, Inc. (Ballard Power Systems Inc (CA0585861085)): Kanadischer Hersteller und Weltmarktführer für PEM (Proton Exchange Membrane) –Brennstoffzellen Technologie für eine Vielzahl von Einsatzgebieten

 

 

 

 

 

Hydrogenics Corporation (Hydrogenics Corp (CA4488832078)): Entwickler und Produzent von Brennstoffzellen und Wasserstoff-Speichermedien für den stationären und mobilen Einsatz.

 

 

 

 

 

Quantum Fuel Systems Technologies Worldwide Inc. (ISIN Quantum Fuel Systems Technologies Worldwide Inc (US74765E3071)): Entwickler und Hersteller von Behältern für die Gasspeicherung sowie von Antriebssystemen für Gas-betriebene Automobile, E-Automobile und Brennstoffzellen-Fahrzeugen.

 

 

 

 

Im Gegensatz zu den Automobilkonzernen profitieren die hier genannten Aktien als ‚Pure Player’ vom Trend überdurchschnittlich. Bei gegenwärtigen  Marktkapitalisierungen der hier genannten Unternehmen von ca. 170 – 460m EUR können überdurchschnittliche Kursgewinne erzielt werden, sofern sich der Brennstoffzellen-Einsatz auf breiterer Front durchsetzt.

 

Die Wirtschaftlichkeit der Brennstoffzellen-Technik hängt maßgeblich von den Katalysatoren ab, deren beste Varianten Platin enthalten. Eine breite Verwendung von Platinkatalysatoren würde eine zunehmende Verknappung des Rohstoffs mit einhergehender Verteuerung führen. Insofern ist ggf. auch Platin ein lohnendes Investment bzw. ist geeignet für die Diversifizierung des Anlageportfolios. Die Brennstoffzellen-Branche entwickelt aber auch mit Hochdruck an alternativen Katalysator-Varianten die künftig weniger (dünnere Beschichtung) oder auch gar kein Platin benötigen. 

Ebenso stellt die Erzeugung und Speicherung von Wasserstoff einen signifikanten Kostenfaktor dar. Nichtsdestotrotz, die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Technologie von Jahr zu Jahr günstiger wird.

Es ist auch nicht uninteressant, einmal einen Blick auf die Initiative „H2 Mobility“ zu werfen. Hier haben sich sechs Partner (Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total) zusammengeschlossen um ein Deutschland-weites Wasserstoff-Tankstellennetz für Brennstoffzellenfahrzeuge zu errichten. Bis zum Jahr 2023 soll ein Ausbau der heutigen 15 Tankstellen auf rund 400 Wasserstoff-Tankstellen erfolgen. Vor dem Hintergrund der Gesamtinvestitionen i.H.v. 350m EUR für die „H2 Mobility“ Initiative kann man davon ausgehen, dass es das Konsortium ernst meint.


FAZIT: Man sollte weiterhin bullish sein, wenn es um Aktien geht, die vom Trend der Brennstoffzelle profitieren! Investitionen in die Technologie-Anbieter von Brennstoffzellen sowie in Anbieter von Wasserstoff-Spreichersytemen sind in diesem Zusammenhang sicher als lohnenswerter an, als den Kauf einer Automobil-Aktie.


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