Analyse Aktien E-Bike

E-Bike, wohin geht der Weg?

Ein Beitrag von Squid 39 08.01.2014

Experten erwarten, dass der E-Bike Markt in Westeuropa bis 2020 um rund neun Prozent jährlich wächst. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Navigant hervor. Gerade in Deutschland und den Niederlanden ist der Siegeszug der E-Bikes ungebrochen.
 
MIFA Mitteldeutsche Fahrradwer...
 
 
Panasonic KK
 
 
Accell Group N.V.
 
 
KTM AG
 
 
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Damit ist das weltweite Marktwachstum in der EU am größten, nur in Lateinamerika erwarten die Experten mit einer jährlichen Rate von 14,4 Prozent einen noch größeren Boom. Dass Deutschland schon jetzt keinen unbedeutenden Anteil am Siegeszug des E-Bikes in Westeuropa hat, zeigen aktuelle Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV). Damit werden hierzulande sogar noch mehr Fahrräder mit E-Motor gekauft als im westeuropäischen Schnitt. In Deutschland wurden 2012 rund 380 000 Pedelecs verkauft, was einer Verkaufssteigerung von rund 15% gegenüber dem Vorjahr entspricht und macht somit schon rund zehn Prozent des Zweiradmarkts aus, so die Feststellung des ZIV. Ebenso geht der ZIV davon aus, dass Pedelecs derzeit im Durchschnitt einen Marktpreis von über 2.400 Euro erzielen, während der durchschnittliche Verkaufspreis für klassische Fahrräder bei 460 Euro liegt.

 

Europas Marktführer, Accell (ISIN Accell Group N.V. (NL0009767532)), der momentan ebenfalls von der E-Bike-Welle profitiert, fährt schon seit Jahren eine aggressive Übernahmestrategie. Erst vor Kurzem gaben die Holländer bekannt, dass sie – auch dank des Zukaufs des türkischen Wettbewerbers Bisiklet – in den ersten Monaten des Jahres beachtliche Umsatzsteigerungen erzielt haben. In Deutschland gehören die Hersteller Hercules, Staiger, Winora, Ghost und Haibike zur Accell Gruppe. Jedes dieser Unternehmen arbeitet intensiv an der Entwicklung von neuen E-Bike Modellen.

 

Also, wohin geht der Markt für die E-Bikes in Zukunft, sprich 2014?

Wichtig wird hier die Entwicklung in der Antriebstechnik werden. Sorgten bisher zu über 90% Blei-Säure Akkus für den Vortrieb, so wird immer mehr dank der Entwicklung auf Li-Ion Akkus umgestellt. Auch die Platzierung des Motors (Mittel- oder Hinterradnabenmotor), des Akkus und der Steuerungseinheit spielt eine große Rolle. Es geht ja auch um das  Ästhetische Empfinden des Käufers und die Integration im Rahmen zwecks Schwerpunkt und Fahrverhalten gerade im Bereich E-Mountainbike. Antriebsmodelle werden eine wichtige Rolle spielen, genauso wie die Akkukapazität. Gibt es eine Energierückgewinnung (Bremse), wie sind die Anschlussmöglichkeiten (Adapter) und was kostet mich das?

 

Mit Höganäs AB (ISIN SE0000232175) betritt ein weiterer Antriebshersteller den E-Bike-Markt.  In Zusammenarbeit mit der ebenfalls Schwedischen E-Bike Manufaktur MyEco AB bringt Höganas 2013/14 das E-Bike Matra M750 heraus. Den Höganäs-Motor soll geringer Energieverlust und ein kompaktes Design auszeichnen. Die Motorsteuereinheit wird separat vom Motor angebracht, was diese vor Überhitzungsschäden des Motors schützen soll.

 

 

Zusammen mit KTM hat Panasonic (ISIN Panasonic KK (JP3866800000)) einen neuen Hinterradmotor für die sportlichen E-Mountainbikes entwickelt. Bislang gab es von Panasonic nur Mittelmotor-Systeme. Auch bei dieser Entwicklung geht es um die Auslagerung der Technik vom Antrieb um z.B. Gewicht zu sparen. Der neue Antrieb soll nur noch 2,3 Kg wiegen und wird in den E-Bikes von KTM mit der Bezeichnung e- verbaut.



Bisher setze KTM (ISIN KTM AG (AT0000645403)) auf die Motoren von BionX, das wird sich aber demnächst ändern, so KTM-Chefin Carol Urkauf-Chen: „Der Markt wird sich entscheiden. Im Markt gibt es noch kein perfektes System. Daher haben wir uns entschieden, selbst eines zu entwickeln.“





 

Auf Wachstum setzt auch Giant (ISIN TW0009921007). Die Taiwaner sind mit einem Absatz von mehr als sechs Millionen Rädern im Jahr, sechs Produktionsstandorten und fünf Entwicklungszentren in Asien, Europa und den USA der weltgrößte Hersteller. Kleiner, leichter und kraftvoller geht es dann auch in das Jahr 2014. Der weltweit größte Fahrradhersteller setzt auf den neuen Mittelmotor von Yamaha (ISIN YAMAHA CORP. REGISTERED SHARES O.N. (WKN 855314) (JP3942600002)) mit dem Namen Next Generation. Mit einem Gewicht von 3.5 Kg und 60 Newtonmetern Drehmoment verfügt der Yamaha Next Generation über eine hohe spezifische Leistung und fällt dank dezenten Abmessungen optisch kaum auf, weil er nicht höher ist, als das vordere Kettenblatt. Der dazugehörige neue Akku leistet 400 Wh, eine Steigerung von 11 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell und das bei einem um neun Prozent reduzierten Gehäusevolumen. Der Yamaha Next Generation Antrieb verfügt zudem über eine neue 4-Sensor-Technologie. Das Zusammenspiel aus Trittfrequenz-, Kraft-, Motordrehzahl und Geschwindigkeits-Sensor sorgt für ein harmonisches und sicheres Fahrverhalten.

 

Einen Stück vom Kuchen will sich auch der weltweitführende Fahrradkomponenten Hersteller Shimano (ISIN KK Shimano (JP3358000002)) sichern und wird 2014 sein eigenes Antriebskonzept mit dem Namen STePS auf den Markt bringen. Der neue E-Bike Antrieb von Shimano beinhaltetet  nicht nur die Antriebseinheit, sondern auch Akku, Spezialkette, Kurbelgarnitur und den Bediencomputer. Das neue STePS-Antriebssystem von Shimano ist auch auf die integrale Funktion mit den elektronischen Alfine Di2-Naben bestens vorbereitet und könnte sich so einigen Vorsprung am Markt verschaffen. Zum Einen soll damit ein Gangwechsel auch unter Last möglich sein, indem zum passenden Zeitpunkt die Motorkraft reduziert wird. Wie es heißt, soll das System später nicht nur ab Fahrradhersteller zu bekommen sein, sondern auch als Nachrüstsatz zum Umrüsten eines bestehenden Fahrrades. Das ist für viele auf jeden Fall sehr interessant.

 

Auch die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (ISIN MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (DE000A0B95Y8)), Deutschlands absatzstärkster Fahrradproduzent, will im E-Bike Markt Fuß fassen. Hat es doch im März 2012 erst das Berliner Unternehmen GRACE GmbH & Co KG mehrheitlich übernommen. Die in Berlin ansässige GRACE bietet ausschließlich innovative und hochwertige Elektroräder im gehobenen Preissegment und produziert z.B. das im Frühjahr auf den Markt kommende, technologisch und gestalterisch sehr anspruchsvolle smart ebike. Produktbezogen waren schon im letzten Jahr die E-Bikes der Wachstumstreiber für die MIFA AG. Hohe Stückzahlen, die bereits für verschiedene Großkunden produziert werden, machen die MIFA AG zu einem sehr starken Player im Zukunftsmarkt der E-Mobilität. In der aktuellen Produktlinie werden in den Modellen die Motoren von Bosch verbaut.

 

Letztendlich wird hier der Verbraucher entscheiden, welches Modell das Rennen macht. Zu beachten ist auch, dass noch viele E-Bikes mit Bosch-Antrieben ausgerüstet sind. Ärgerlich für den Anleger, den die Bosch GmbH wird nicht an der Börse gehandelt. Auch viele Fahrrad-Hersteller sind keine Börsennotierten Unternehmen, so dass die Auswahl an Interessanten Anlagemöglichkeiten sich ziemlich einschränkt. Deswegen sind sich auch Börsen Experten ziemlich einig, dass Mensch eines der oben genannten Unternehmen auf jeden Fall in seinem Portfolio halten sollte. Interessant wird der Markt in den nächsten Jahren auf jeden Fall.

 

Deswegen würde ich mich auch über Beiträge zum Thema freuen.


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