Analyse Aktien Graphen

Aktien Batteriehersteller - wer verdient am Elektroauto ..

Ein Beitrag von Aktie 37 07.11.2013

.. und am Stromspeicher für Windkraft und Solaranlage? Tesla wird in diesem Jahr ca. 21.000 Autos absetzen, plant aber mit 500.000 Tesla-Einheiten in wenigen Jahren. Der BMW i3 verkauft sich nach ersten Hinweisen sehr gut, bereits knapp 10.000 Stück seien bestellt, und das noch vor dem offiziellen Verkaufsstart am 16. November. Amerikanische Händler hätten BMW gesagt, sie würden so viele i8 wie möglich ordern, denn man könne problemlos alle in den USA verkaufen. Laut Manager-Magazin überlegt Audi anscheinend doch das Comeback des schon abgeblasenen Audi-etron.
 
Samsung Electronics Co.
 
 
KK GS Yuasa Corporation
 
 
Panasonic KK
 
 
SAFT GROUPE
 
 
Johnson Controls Inc
 

Das Thema Elektroauto ist also durch den Tesla-Erfolg mit voller Wucht zurückgekommen. Dabei stellt sich die Frage, wer profitiert vom Elektroautoboom?

Übrigens ist es nicht nur der Elektroautoboom der Lithium-Ionen Akkus befeuert.


All diese Wachstumstrends benötigen immense Batteriekapazitäten! Zeit für eine nähere Betrachtung der Batteriehersteller-Aktien!


Zunächst einmal sollte man einige Zeit zurückblicken. Das Elektroauto war vor einigen Jahren bereits mit großer Hoffnung verbunden, zahlreiche Firmen haben in Batterieproduktionskapaziäten zu früh investiert, und damit große Verluste eingefahren.
Die Aktien sind dabei zunächst stark gestiegen, und meist noch deutlicher wieder  gefallen. Einige Anbieter wie A123 Systems sind gar pleite gegangen.
Doch nun hellen sich die Aussichten für die Batteriehersteller spürbar auf. Eine Studie von Boston Consulting glaubt sogar, dass der Markt für Batterien in 2020 die Größe von 200 Mrd. EUR umfasst!


Doch nun scheint sich ein wirklicher Batteriemarkt mit hohen Absatzmöglichkeiten zu eröffnen. Wer sind hoffnungsvolle Anbieter?


Samsung Electronics Co. (US7960502018)
Samsung hat angeblich 3-4 Mrd. EUR in eine völlig neue Lithium-Ionen Batterieproduktion investiert, die im BMW i3 eingesetzt wird. Diese ist zwar nicht günstig weist aber eine Lebensdauer von 20 Jahren auf, womit laut Experten eine Tesla Batterie bei weitem nicht mithalten kann. Samsung würde folglich von einem i3 Erfolg stark profitieren.

KK GS Yuasa Corporation (JP3385820000)


Gilt als größter japanischer und amerikanischer Hersteller von Autobatterien. Im Bereich Lithium-Ionen Akkus hat GS YUASA ein Gemeinschaftsunternehmen zur Entwicklung und Produktion für Lithium-Ionen Akkus gegründet, diese Akkus werden weltweit in Flugzeugen, auf der Raumstation ISS, in Kraftwerksspeichern etc. eingesetzt.
Allerdings war GS YUASA und deren Lithium Akkus auch Schuld am Brand einer Boeing 787 im Januar 2013, der international für Aufsehen, horrenden Kosten und einem Aktienkursverfall bei GS Yuasa sorgte.

Dennoch, GS YUASA halte ich für bestens positioniert, dies unterstreicht auch eine neue mit BOSCH im Sommer geschlossene Partnerschaft zur Entwicklung neuer Lithium-Ionen Speicher.

Die Aktie notiert im Moment 10 % unter dem 2-Jahres Hoch bei 4,69 EUR und ist für mich sehr interessant


SAFT GROUPE (FR0010208165)


Die französische SAFT ist ebenfalls sehr bekannt als Hersteller von Lithium-Ionen Akkus. So stattet SAFT den Airbus A350 mit Akkus aus und beliefert angeblich auch Mercedes mit Batterien, allerdings soll die Produktion nicht richtig von Erfolg gekrönt sein.



Johnson Controls Inc (US4783661071)

Johnson Controls scheint den direkten Angriff auf die Batteriemärkte für reine Elektroautos zu scheuen. Man versucht eher mit kleinen Batterieeinheiten für Micro-Hybrid Autos und für die Stromversorgung von Start-Stopp-Automatik zu punkten. Diese sollen bis 2018 in 40 %
aller US-Autos, zu 80% in Europa und zu 50% in China in Autos zum Einsatz kommen und damit ein enormen Markt darstellen. Klingt interessant.

Panasonic KK (JP3866800000)

Panasonic belieferte zunächst Toyota für die Energiespeicher der Hybrid-Autos und ist auch Lieferant von Tesla. Dabei hat man aber offensichtlich Probleme, die hohen Stückzahlen von Tesla zu befriedigen, weshalb Tesla aktuell sogar die Produktion drosseln musste.
Elon Musk erklärte auf der letzten Analystenkonferenz, er würde gerne eine „Gigafab“ bauen, welche zukünftig die gesamte Batterie baut, vom Rohstoff bis zur fertigen Batterie.
Zunächst habe man aber mit Panasonic vereinbart in den nächsten 4 Jahren 2 Milliarden Batteriezellen zu liefern. Das entspricht rechnerisch 75.000 Teslas pro Jahr.


Risiken
Natürlich existieren Risiken bei den Batterie-Aktien. Die Elektroautoeuphorie könnte sich wieder verdüstern, falls die Elektroatos von Tesla und BMW ihre Versprechen hinsichtlich Reichweite und Sicherheit nicht halten.
Auch die Batteriekooperation von Daimler und Evonik „Li-Tec“ wird im Moment sehr kritisch hinterfragt, offenbar soll das Joint-Venture verkauft werden. Li-Tec hat beispielsweise die Zellen für den E-Smart von Daimler produziert.
Toyota beabsichtigt bald ein Brennstoffzellenauto auf den Markt zu bringen. Dies könnte ebenfalls der Batterieeuphorie schaden.

Dennoch, für Lithium-Ionen Batterien existieren unzählige Märkte, ich meine, hier finden sich vernünftige Aktienkursphantasien, in die man investieren sollte.


DruckversionArtikel melden

9 Kommentare Kommentar verfassen

ListeBaum
x