Analyse Aktien Herz-Kreislauf-Behandlung

Aktien zur Reproduktionsmedizin sind spannend!

Ein Beitrag von AndreaZZ 18 19.12.2014

Immer häufiger entscheiden sich Frauen immer später zum Kind, ab dem 35 Lebensjahr nicmmt jedoch die Fruchtbarkeit stark ab. Die Reproduktionsmedizin kommt dadurch immer häufiger zum Einsatz. Aktien aus diesem Segment sind in 2014 massiv gestiegen.
 
Vitrolife AB
 
 
Merck & Co Inc
 
 
INVO BIOSCIENCE INC. REGISTER...
 
 
OvaScience Inc
 

Reproduktionsmedizin – Wenn die verlängerte Fruchtbarkeit zum Trend wird


In der westlichen Welt haben sich die Bedürfnisse in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, wodurch es immer weniger Kinder gibt. Immer mehr Frauen und Männer wollen erst studieren und dann einen Karriereweg einschlagen, bevor sie sich mit dem Thema Kinder auseinandersetzen. Ab dem 30. Lebensjahr sollten besonders Frauen über ihren Kinderwunsch nachdenken, da es irgendwann dafür zu spät ist. 29 Jahre alt sind Frauen in Deutschland im Schnitt, die ein Kind kriegen. Neue Anforderungen insbesondere an Frauen lassen den Kinderwunsch häufig in den Hintergrund rücken. Ab dem 35. Lebensjahr sinkt die Fruchtbarkeit einer Frau rapide, ab dem 40. Lebensjahr sinken die Chancen, ein kerngesundes Kind zur Welt zu bringen weiterhin enorm. Von genereller Unfruchtbarkeit sind 50 bis 80 Millionen Menschen weltweit betroffen, genaue Zahlen sind nicht bekannt.
Über rund eine Million Eizellen verfügt ein Mädchen direkt nach der Geburt. 35 oder 40 Jahre später sind davon nicht mehr viele übrig und die, die noch da sind, sind mit einer größeren Wahrscheinlichkeit fehlerhaft. Der Trend geht daher mehr und mehr zum sogenannten Social Freezing. Dabei lassen sich Frauen in jungen Jahren ihre gesunden Eizellen einfrieren, um sie später wieder auftauen, befruchten und einpflanzen zu lassen. Facebook und Apple haben im Oktober 2014 bekanntgegeben, dieses Verfahren ihren weiblichen Mitarbeitern mit bis zu 20.000 US-Dollar sogar zu bezahlen. Dieser Fakt verdeutlicht einerseits die Tatsache, dass viele Frauen das Thema Karriere tatsächlich vor das Thema Familie stellen. Andererseits macht dieser Umstand deutlich, dass das Thema Reproduktionsmedizin zum Trend geworden ist, von dem in den nächsten Jahren sowohl die Unternehmen als auch ihre Anleger profitieren können.



OvaScience OvaScience Inc (US69014Q1013)

Seit im Oktober bekannt wurde, dass Facebook und Google ihren Mitarbeitern das Einfrieren von Eizellen bezahlen wollen, kennt der Kurs der OvaScience-Aktie kein Halten mehr. Dass das Thema mehr und mehr in den öffentlichen Diskurs rückt und Unfruchtbarkeit offen ausgesprochen wird, kommt der Reproduktionsmedizin und besonders der OvaScience-Aktie zugute. Bei rund 10 Euro lag der Kurs des Papiers im Dezember 2013, zur gleichen Zeit ein Jahr später notiert er bei über 32 Euro.
Ein Marktforschungsreport aus den USA hat ergeben, dass der Markt für künstliche Befruchtung von 7,5 Mrd. Euro in 2012 auf 17,3 Mrd. Euro in 2020 wachsen wird. Gegründet im Jahr 2011 hat OvaScience hat im Jahr 2014 seine erste Fruchtbarkeitsbehandlung auf den Markt gebracht, in der zweiten Hälfte des Jahrs 2015 soll es eine weitere Behandlungsmöglichkeit zur  Verbesserung der Fruchtbarkeit der Frauen geben.
Die Ova Science-Aktie könnte interessant sein, da davon auszugehen ist, dass das Geschäft mit Fruchtbarkeitsbehandlungen und künstlicher Befruchtung noch weiter wachsen wird. Allerdings birgt der enorme Kursanstieg auch Gefahren eines Rückschlags.




INVO Bioscience INVO BIOSCIENCE INC. REGISTERED SHARES DL -,001 (WKN A0Q4U8) (US44984F1049)
Auch die INVO Bioscience-Aktie konnte 2014 stark zulegen. Der Kurs vervierfachte sich von 0,05 Euro auf 0,20 Euro, mit steigender Tendenz. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens aus Medford, Massachusetts liegt allerdings  bei nur rund 15 Mio. Euro, es handelt sich folglich um eine sehr kleine Gesellschaft, der Markt dürfte recht eng sein. Das Unternehmen ist international aktiv und hat ein Verfahren entwickelt, mit dem künstliche Befruchtungen erfolgreicher sein können.





Vitrolife Aktie Vitrolife AB (SE0000816043)
Das schwedische Unternehmen Vitrolife ist ebenfalls im Bereich der Reproduktionsmedizin aktiv und produziert Geräte und Zubehör, der für künstliche Befruchtungen benötigt wird. Die Vitrolilfe-Aktie kennt seit Jahren nur einen Weg und zwar nach oben. Um mehr als 50 % hat der Kurs zwischen Dezember 2013 und Dezember 2014 zugelegt und das Papier notiert kurz vor Weihnachten knapp unter der 16 Euro-Grenze. Ein Jahr zuvor waren es noch 9,40 Euro. Nachdem der Kurs viele Jahre nur bei rund 2,50 Euro pendelte, ging es seit Anfang 2013 steil bergauf. Dadurch, dass das Thema mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rutscht, profitiert auch Vitrolife und blickt auf eine Marktkapitalisierung von 357 Mio. Euro. Auch die Umsätze sind konstant gestiegen. 2012 waren es noch 38,13 Mio. Euro Umsatz, 2013 47,68 Mio. Euro und für 2014 werden wieder höhere Zahlen erwartet. Die Vitrolife-Aktie ist ebenfalls stark angestiegen.





Merck Merck & Co Inc (US58933Y1055)
Der Pharmakonzern Merck ist in vielen Bereichen tätig und setzt nicht hauptsächlich auf die Reproduktionsmedizin. Auch Medikamente gegen Tumore, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelt Merck. Ein Präparat hat das Unternehmen allerdings im Angebot, das speziell für die Stimulation der Eizellenreifung gedacht ist. Frauen, die Probleme mit ihrer Fruchtbarkeit haben, können von diesem Produkt profitieren, das im Jahr 2008 erstmalig zugelassen wurde. Die Merck-Aktie musste zwar in der letzten Zeit immer wieder kleine Kursrückschritte einstecken, der Aufwärtstrend ist aber seit 2011 ungebremst. Innerhalb des Jahrs 2014 konnte das Papier von 64 Euro auf 76 Euro klettern und die Anleger so mit Kursgewinnen erfreuen. Bei der Merck-Aktie müssen Anleger, die in den Reproduktionsmedizin-Trend investieren wollen bedenken, dass dieser Zweig nicht der einzige des Unternehmens ist und Kursgewinne oder –verluste nicht ausschließlich auf diesen Bereich zurückgeführt werden können. Andere Aktien sind in diesem Bereich aufgrund ihrer stärkeren Fokussierung auf Reproduktionsmedizin evt. eher geeignet.


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