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Spanisches Modelabel auf dem Vormarsch

Ein Beitrag von R_Tarkovsky 23 23.12.2013

Bisher ist das spanische Modelabel Inditex mit der Modekette Zara noch zurückhaltend auf dem amerikanischen Markt vertreten. Dies soll sich nun ab 2014 ändern. Mit dem Sprung Richtung USA könnten sich die Spanier den Modemarkt in Amerika erobern.
 
Abercrombie & Fitch Co
 
 
Gap Inc
 
 
INDITEX
 

Die Spanier haben angekündigt, den amerikanischen Modemarkt zu erobern und damit Modeketten wie Abercrombie & Fitch Co (US0028962076) den Kampf anzusagen und den textileinzelhandel aufzurütteln, denn bisher hat der spanische Konzern den Sprung ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten im großen Stil gescheut. Denn trotz ökonomischem Stillstand im Lande glänzt ES0148396015 mit hohem Wachstumszahlen und guten Gewinnmargen. Weltweit hat die Marke Zara über 6000 Filialen und die Aktie steigt fortwährend an.

 

Den süd und mittelamerikanischen Markt hat sich das Unternehmen bereits erobert, allerdings ist die Präsenz in den USA mit weniger als 50 Filialen ehr verschwindend. Zwei Faktoren haben den Konzern bislang auf dem Weg abgehalten. Einerseits spielt der hohe Kostenfaktor eine Rolle, denn um auf dem textilmarkt wahrgenommen zu werden seien laut unternehmensangaben um die 300 Filialen nötig. Die Zentrierung der Städte hält sich mit den weit verstreuten großen Einkaufszentren die Waage und das bedeutet eine hohe Investition für den Konzern. Ein weiterer Grund läge bei den Amerikanern selbst, da die Kleidergrössen angepasst werden müssten; denn die meist produzierte Größe ist S und M und das sei in den USA nicht ausreichend. Mehr als 30 % der amerikanischen Frauen tragen Größen ab L oder XL und das bedeute eine Umstellung der Produktion auf amerikanische Verhältnisse. Zara allein produziert bis zu 8 Kollektionen im Jahr und diese zusätzlichen Produktionskosten müssen abgedeckt sein. Das schnell wechselnde Angebot ist aber eines der Stärken und Erfolgsrezept von Inditex.

 

Auf der anderen Seite könnte Zara diesen Vorteil nutzen und pro Saison drei bis viermal so viele unterschiedliche Artikel für die Kunden anbieten wie den Konkurrenten Abercrombie & Fitch und Gap Inc (US3647601083). Der Erfolg bestätigt sich; denn im Schnitt besucht ein Zara Kunde die Filiale ca. 15- bis 18-mal im Jahr aus der Suche nach einem neuen Artikel. Bei der direkten Konkurrenz ist die Frequenz bei 3- bis 5-mal angesiedelt. Aber Zara bietet nicht nur eine größere Palette an Produkten an, auch der Preis liegt unter dem Niveau der Konkurrenz.

 

Allerdings ist Inditex auch ohne den Sprung nach USA gut aufgestellt. Experten rechnen nach der kleinen Flaute auf Grund der spanischen Wirtschaftskriese, die auch Inditex betroffen hat; denn der spanische Markt war 2012 und 2013 auch für den Konzern etwas rückläufig, mit positiven Zahlen für das kommende Jahr. Inditex wird bis 2015 einen durchschnittlichen jährlichen Umsatzzuwachs von 10 % vorhergesagt. Der Umsatz verteilt sich zurzeit auf ca. 20 % im asiatischen Markt, 19 % allein in Spanien und 45 in Europa. Der Rest verteilt sich auf Nord- und Mittel- und Südamerika, wobei der nordamerikanische der kleinste ist. Auch in Deutschland ist Zara vertreten und wächst stetig. Mit dem Schritt nach Nordamerika könnte Inditex die Vormacht auf dem Textilmarkt erreichen.

 

Über weiteren Diskussionen zum Thema Textilbranche würde ich mich sehr freuen.


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