Analyse Aktien Uranminen/-produktion

Trendwende macht Uran wieder interessant

Ein Beitrag von Oli41Gel 31 26.05.2014

Mittlerweile gibt es zahlreiche Anleger, die sich für ein Investment in Metalle interessieren. Zwar richten die meisten Investoren ihr Augenmerk auf die beiden Edelmetalle Silber und Gold, aber dennoch gibt es zahlreiche weitere interessante Rohstoffe dieser Art, wie zum Beispiel Uran. Nachdem das beispielsweise für Kernreaktoren benötigte Material nach der Katastrophe in Japan einen regelrechten Preissturz erlebt hat, sehen immer mehr Experten derzeit eine Trendwende.
 
Rio Tinto PLC
 
 
Energy Resources of Australia L...
 

In Deutschland wurde nach der Atomkatastrophe in Japan beschlossen, nach und nach aus der Atomenergie auszusteigen und die entsprechenden Kernkraftwerke stillzulegen. Auf die globale Nachfrage hat diese Entscheidung allerdings nur eine sehr geringe Auswirkung, denn die neun Atomkraftwerke, die in Deutschland noch in Betrieb sind, machen gerade einmal etwas weniger als drei Prozent der weltweiten Urannachfrage aus. Eine deutlich größere Auswirkung hat jedoch die Entscheidung Japans, die knapp 50 abgeschalteten Kernkraftwerke nach und nach wieder hochzufahren.


Vor der Katastrophe in Fukushima, auf deren Grundlage Japan sich kurzzeitig entschlossen hatte, zahlreiche Atomreaktoren stillzulegen, machte die Nachfrage Japans mehr als zehn Prozent an der globalen Urannachfrage aus. Da sich Japan mittlerweile allerdings entschlossen hat, die weitaus meisten Atomreaktoren wieder hochzufahren, ist es relativ unwahrscheinlich, dass die vorhandenen Lagerbestände des Metalls auf den Markt gelangen. Es handelt sich dabei immerhin um rund 100 Millionen Pfund Uranoxid. Schaut man sich die globale Situation an, so gibt es derzeit über 430 Atomreaktoren, die sich auf den gesamten Globus verteilt am Netz befinden.


Positiv auf die Urannachfrage dürfte sich auswirken, dass mehr als 60 weitere Reaktoren gebaut werden und sich über 170 neue Atomkraftwerke in der Planungsphase befinden. Experten schließen daraus, dass der Bedarf an Uran in den kommenden zehn Jahren um etwa die Hälfte steigen wird. Zwar wird die Förderung des Metalls ausgebaut, jedoch wird das Angebot dennoch nicht ausreichen, um diese erhöhte Nachfrage zu decken. Die logische Konsequenz wäre ein Preisanstieg des Metalls, welches in den vergangenen Jahren erheblich an Wert verloren hat. Aktuell bewegt sich der Spotpreis bei etwa 35 Dollar je Pfund Uranoxid, während der Preis vor der Katastrophe in Japan noch bei über 67 Dollar gelegen hatte. Mitte 2007 kostete ein Pfund Uranoxid sogar mehr als 130 Dollar, was verdeutlicht, wie groß das mögliche Preispotenzial ist.


Auch aufgrund dieser positiven Aussichten gibt es für Anleger einige interessante Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit aus dem Abbau sowie dem Vertrieb des Urans besteht, sodass Preissteigerungen sich positiv auf die Ergebnisse dieser Konzerne auswirken dürften.


Uranium Participation


Ein Unternehmen, welches sich auf den Abbau von Uran spezialisiert hat, ist das kanadische Unternehmen Uranium Participation Corporation CA9170171057. Das Bergbauunternehmen hat seinen Hauptsitz in Toronto (Kanada) und sich auf den Abbau von Uran spezialisiert. Demzufolge dürften mögliche Preissteigerungen dem Konzern zugutekommen, und nicht nur einen kleineren Teil zum möglicherweise besseren Ergebnis beitragen, wie es zum Beispiel bei einigen großen Bergbauunternehmen der Fall ist, die neben Uran noch einige weitere Metalle abbauen. Der Kurs der Aktien hat sich in der jüngeren Vergangenheit nur wenig bewegt. Aktuell notieren die Papiere bei etwa 3,24 Euro, während der Kurs vor einem Jahr bei ca. 3,60 Euro lag.


Energy Resources of Australia


Ein weiteres Unternehmen, welches im größeren Umfang von steigenden Uranpreisen profitieren dürfte, ist Energy Resources of Australia Energy Resources of Australia Ltd ERA (AU000000ERA9). Es handelt sich hier um einen australisches Unternehmen, welches sowohl als Uranproduzent als auch als Händler auftritt. Die Uranminen befinden sich in erster Linie im Nordwesten Australiens, sodass sich der Konzern auf den Abbau im eigenen Kontinent konzentriert. Der Aktienkurs hat sich in den letzten zwölf Monaten nicht besonders bewegt und notiert derzeit bei 0,86 Euro, während der Kurs vor rund einem Jahr bei etwa 0,80 Euro lag.


Fission Uranium


In erster Linie werden natürlich diejenigen Unternehmen profitieren, die sich auf den Abbau und Vertrieb des Metalls Uran konzentrieren, falls es zu Preissteigerungen kommen sollte. Ein solches Unternehmen ist auch Fission Uranium CA33812R1091, welches im Jahr 2007 gegründet wurde, zur damaligen Zeit allerdings noch unter einem anderen Firmennamen. Fission Uranium gilt derzeit als heißer Übernahmekandidat, wobei unter anderem einer der führenden Bergbaukonzerne der Welt, Rio Tinto, als möglicherweise übernehmendes Unternehmen im Gespräch ist. Diese Übernahmefantasie sowie mögliche Preissteigerungen beim Uran haben in der jungen Vergangenheit bereits zu deutlichen Kursgewinnen geführt. Vor einem Jahr betrug der Kurs der Aktien noch etwas weniger als 50 Cent, während die Aktien heute etwa 83 Cent kosten.


Rio Tinto


Neben den Unternehmen, die sich auf den Abbau und Vertrieb des Uran spezialisiert haben, dürften auch breiter aufgestellte Konzerne von möglichen Preissteigerungen beim Uran profitieren. Daher soll an dieser Stelle auch einer der weltweit führenden Bergbaukonzerne, Rio Tinto Rio Tinto PLC (GB0007188757), genannt werden. Das Unternehmen konzentriert sich im Zuge seiner Geschäftstätigkeit vor allem auf die Erschließung, die Erforschung und den Abbau von Mineralien. Der Konzern ist vor allem in Australien, Nordamerika und Südamerika aktiv. Es gibt eine Vielzahl an Metallen, die durch Rio Tinto abgebaut werden. Dazu gehören unter anderem Kupfer, Gold, Industriemetalle, Eisenerz und eben auch Uran. Der Aktienkurs ist in den vergangenen zwölf Monaten nahezu unverändert geblieben und notiert derzeit bei rund 39 Euro.




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