Analyse Aktien Wasseraufbereitung

Wasser als Gold der Zukunft

Ein Beitrag von Oli41Gel 31 07.01.2014

Wasser ist zwar nicht der wertvollste Stoff, aber dennoch das wichtigste Element für die gesamte Menschheit. Allerdings nimmt dieser „Rohstoff“ eine immer größere Bedeutung ein. Auf der einen Seite gibt es auf der Erde zwar Wasser im Überfluss, denn immerhin sind fast Dreiviertel der gesamten Oberfläche des Planeten mit Wasser bedeckt. Auf der anderen Seite ist es jedoch so, dass es sich dabei um rund 97 Prozent Salzwasser handelt, sodass nur etwa drei Prozent an Süßwasser zur Verfügung stehen, welches auch als Trinkwasser genutzt werden kann.
 
Veolia Environnement
 
 
ROTORK PLC REGISTERED SHARE...
 
 
Pall Corp
 
 
Lindsay Corp
 

Da von diesen drei Prozent Süßwasser bisher lediglich nur etwas mehr als 0,5 Prozent genutzt werden können, ist es leicht nachvollziehbar, dass es in vielen Gebieten auf unserem Planeten erhebliche Wasserknappheit gibt. Aus dieser Knappheit resultiert unter anderem die Tatsache, dass viele Experten Wasser als der Rohstoff der Zukunft bezeichnen, da ohne dieses Element in Form von sauberem Wasser grundsätzlich kein Leben möglich sein wird. Aufgrund des geringen Süßwasseranteils gibt es immer mehr Unternehmen, die sich unter anderem damit beschäftigen, bestimmte Aufbereitungsanlagen herzustellen, die dazu in der Lage sind, das im Überfluss vorhandene Salzwasser (Meerwasser) in nutzbares Trinkwasser umzuwandeln.


Aber nicht nur die Umwandlung von Salzwasser in Süßwasser ist eine immer wichtiger werdende Branche, sondern darüber hinaus kommt auch den Wasserversorgern oder Herstellern von Anlagen und Geräten, die zur Wasserversorgung oder auch zur Abwasserreinigung notwendig sind, eine zunehmende Bedeutung zu. Anleger haben unter anderem die Möglichkeit, in sogenannte Wasseraktien zu investieren. Es handelt sich dabei sogar um eine ökologisch sinnvolle und nachhaltige Geldanlage, denn immerhin tragen viele dieser Unternehmen auch dazu bei, nicht verschwenderisch mit dem Rohstoff Wasser umzugehen und vorhandene Vorräte besser nutzbar zu machen.


Da die Wasserverfügbarkeit einerseits immer knapper wird, die Prognose von Experten allerdings ergeben, dass der Verbrauch an Wasser in den kommenden 20 Jahren nochmals um über 35 Prozent ansteigen dürfte, sind extrem hohe Investitionen notwendig, um den vorhandenen Bedarf einigermaßen decken zu können. Immer häufiger wird Wasser auch als Gold der Zukunft bezeichnet, weil der Wert aufgrund der vorhandenen Knappheit erheblich ansteigen dürfte. Daher gelten auch Wasseraktien als erfolgversprechendes Investment, wenn auf etwas längerfristige Sicht investiert werden soll. Daher sollen im Folgenden einige Aktienwerte vorgestellt werden, bei denen die jeweiligen Unternehmen in weiten Teilen des Geschäftsbereiches etwas mit dem Thema Wasser zu tun haben.


Der Bewässerungsspezialist Lindsay


Nicht nur im Bereich Trinkwasser nimmt die Nachfrage nach Wasser deutlich zu, sondern gerade auch in der Landwirtschaft wird der Verbrauch nach Ansicht der Experten in den kommenden zehn Jahren nochmals um etwa 20 Prozent steigen. Ohnehin sind etwa 70 Prozent des weltweiten Wasserbedarfs der landwirtschaftlichen Nutzung zuzuordnen, wobei vor allen Dingen der Bewässerung größerer Flächen eine zunehmenden Bedeutung zukommt. Bei dem amerikanischen Unternehmen Lindsay Corp. (Lindsay Corp (US5355551061)) handelt es sich um einen Maschinenbauer, der unter anderem auch verschiedene Bewässerungsanlagen herstellt. Das Unternehmen gehört in diesem Bereich zu den Marktführern, da sich die Anlagen vor allen Dingen dadurch auszeichnen können, dass sie energiesparend sind und auch deutlich weniger Wasser als viele Konkurrenzprodukte verbrauchen, die Felder in der Landwirtschaft aber dennoch ausreichend verbessert werden können. Daher steigt die Nachfrage nach solchen Bewässerungsanlagen des Unternehmens seit geraumer Zeit an, was sich allerdings bisher beim Aktienkurs noch nicht sonderlich bemerkbar macht. Mit umgerechnet knapp 60 Euro notiert der Kurs einige Euro über dem Vorjahresniveau, wobei der Aktienkurs allerdings innerhalb der letzten drei Monate um mehr als zehn Prozent ansteigen konnte.


Veolia - der größte Wasserversorger weltweit


Beim weltweit größten Wasserversorger handelt sich um das französische Unternehmen Veolia Environnement (Veolia Environnement (FR0000124141)). Zum einen versorgt das Unternehmen mehr als 100 Millionen Menschen auf der gesamten Welt mit Trinkwasser und zum anderen ist der Konzern auch im Bereich der Schmutzwasserreinigung tätig. Zwar ist das Unternehmen in seiner Geschäftstätigkeit relativ weit gestreut, jedoch nimmt der Bereich Wasser den größten Anteil ein. In diesem Segment ist der französische Konzern vor allem auch im Bereich der Trinkwassergewinnung sowie der Herstellung von Entsalzungsanlagen tätig, was definitiv ein Wachstumsmarkt ist. Im Bereich der Meerwasser-Entsalzungsanlagen nimmt das Unternehmen sogar eine führende Position ein. Der Aktienkurs hat in den vergangenen zwölf Monaten eine recht gute Entwicklung genommen und ist von rund 9,20 Euro zu Beginn des Jahres auf aktuell über elf Euro gestiegen.


Der Ventilhersteller Rotork


Dass die Geschäftsbereiche der Unternehmen, die mit Wasser zu tun haben, durchaus vielfältig sind, zeigt unter anderem das britische Unternehmen Rotork (ROTORK PLC REGISTERED SHARES LS -,05 (WKN 882967) (GB0007506958)). Es handelt sich hier nicht um einen Produzenten von Bewässerungsanlagen für die Landwirtschaft oder einen Hersteller von Meerwasser-Entsalzungsanlagen, sondern das Unternehmen ist als Ventilhersteller bekannt. Unter anderem produziert Rotork Ventile und andere Geräte, die an Wasserunternehmen geliefert werden und dort zum Beispiel im Bereich der Wassergewinnung zum Einsatz kommen. Bisher hat diese Geschäftssparte einen Anteil am Umsatz von etwas mehr als 20 Prozent, wobei das Unternehmen gerade dieses Segment in der Zukunft stark ausbauen möchte, da die Nachfrage enorm ist. Insbesondere möchte sich der Hersteller dabei auf den Wassermarkt in China konzentrieren, der sich durch einen enorm Anstieg der Nachfrage auszeichnet. Der Aktienkurs bei in diesem Jahr von einem relativ großen Auf- und Ab gekennzeichnet, wobei der Kurs in den vergangenen drei Monaten um etwa zehn Prozent gefallen ist. Nicht wenige Experten meinen allerdings, dass es sich nun durchaus günstige Einstiegskurse handeln könnte.


Pall ist im Bereich Filtration tätig


Ein weiteres Unternehmen, welches ebenfalls von der zunehmenden Nachfrage nach Wasser profitieren dürfte, ist die amerikanische Pall Corp. (Pall Corp (US6964293079)). Unter anderem bietet der Konzern sowohl Technologien also Materialien an, die beispielsweise im Bereich Filtration eingesetzt werden. Zu den Hauptprodukten gehören unter anderem Feinfilter, die auch für die Absonderung von flüssigen Fremdstoffen geeignet sind, die beispielsweise bei Wasserversorgern verwendet werden. In diesem Bereich geht es also vor allen Dingen um die Reinigung von Wasser, der eine ebenfalls große Bedeutung zukommt, da nur gereinigtes Wasser auf Basis der gesetzlichen Bestimmungen als Trinkwasser infrage kommt. Die Entwicklung des Aktienkurses war in den vergangenen zwölf Monaten bereits hervorragend. Notierte der Kurs Anfang des Jahres noch bei umgerechnet etwa 45 Euro, so lautet die aktuelle Kursnotierung gegen Ende des Jahres knapp über 60 Euro, was einen Anstieg im Jahresverlauf von rund 30 Prozent bedeutet.


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