Analyse Aktien virtuelles Geld

Wo Vertrauen an seine Grenzen stösst!

Ein Beitrag von stock_watcher 4 14.06.2014

Kopf oder Zahl? Bleibt das Geschäft mit den Bitcoins zunächst ein Glücksspiel? Für Anleger die bereit sind ein erhöhtes Risiko auf sich zu nehmen, gibt es seit längerem die Möglichkeit in Bitcoins direkt und über Partner zu investieren und sagenhafte Rendite zu erwirtschaften.
 
Expedia Inc Del
 
 
Overstock.Com Inc
 
 
DISH Network Corp
 

Als der Japaner Shatoshi Nakamoto 2007 die Grundgedanken für die erste Virtuelle- Währung festhielt, träumte er von einer Bezahlungsmethode, die die Notwendigkeit bei Online- Überweisungen den Transfer über eine Bank abwickeln zu müssen übergeht, stattdessen eine direkte Alternative wählt und somit die anfallenden Gebühren auf ein Minimum reduziert. Ein sogenanntes Peer-to-Peer Netzwerk, direkt und transparent. Auch wäre seine e-Währung, im Gegensatz zu konventionellen Devisen, von Inflation nicht bedroht, denn er selbst würde festlegen was die Obergrenze für die im Umlauf befindlichen Geldmenge wäre. Die Geburtsstunde von Bitcoin sollte den Umgang mit dem Internet revolutionieren. 

Bares Geld konnte zum ersten Mal 2010 in Bitcoin eingetauscht werden. Den Wechselkurs handelten die User damals unter sich aus. Die ersten Bitcoin Börsen entstanden in Japan und den USA. Kursschwankungen von bis zu 20% am Tag waren und sind wegen der hohen Fluktualtität keine Ausnahme, denn so schätzten finnische Experten, dass sich die Hälfte der Bitcoins in der Hand von knapp 900 Personen befinden. Die IPO startete bei knapp 10 US$ pro Bitcoin, aktuell muss man zwischen 450 bis 500US$ zahlen. 

Inzwischen kann man mit ihnen nicht nur mehr Überweisungen tätigen, denn so akzeptieren neben Online-Glücksspielplattformen und Online-Lieferdiensten auch unlängst Wohltätigkeitsorganisationen die Bitcoin nutzen, wie z.B. der Bund für Umwelt und Naturschutz. 


Dass sich das Geschäft lohnt, zeigt der Online- Einzelhandel Overstock.Com Inc (US6903701018) , die pro Monat 4.000 Bitcoin Zahlungen umsetzen, was etwa 870.000 US$ entspricht.

Heute haben sich viele Nebenbuhler auf dem Markt um das Geschäft mit der Online- Währung etabliert, wie z.B. Litecoin, Peercoin und Primecoin. Sie alle bieten, mehr oder weniger, die gleichen Vorzüge. 

Der Platzhirsch bleibt aber der Japaner mit dem Original, Bitcoin Qt. 

Das Unternehmen konnte sich wegen ihrer selbst auferlegten Verpflichtung, den Zahlungsverkehr so sicher wie möglich zu machen und das Möglichste in ihrer Macht stehenden zu tun, um die  Wahrung des Datenschutzes zu garantieren, behaupten. Die heutige Nutzeranzahl beläuft sich auf über 100.000 aktive User. 

Neues Vertrauen setzen seit einigen Wochen der US- amerikanische Medienkonzern DISH Network Corp (US25470M1099) und die Reiseplattform Expedia Inc Del (US30212P3038) in den Trend. Für Bitcoin sind das die beiden grössten Unternehmen die mit ihnen zusammenarbeiten und das schafft Hoffnung, dass der in letzter Zeit etwas zum Erliegen gekommene Trend vielleicht noch nicht seinen Zenit überschritten hat. Weiterhin im Auge behalten sollte man auch die von WPCS International Inc. US92931L3024 ins Leben gerufene Bitcoin Handelsplattform btxtrader.com , die US- Bürgern einen einfachen Zugang zu der komplexen Welt der e-Currencies erlaubt. Die Seite arbeitet prinzipiell wie jede andere Aktienhandelsplattform, diese jedoch ermöglicht den An- und Verkauf, sowie das Wechseln von Bitcoins.

Die Nachfrage nach einem Online- Vertrieb welcher Überweisungen mit der digitalen Währung entgegennimmt ist gegeben, bis jetzt ist das US- amerikanische Unternehmen Bitcoin Shop Inc. US09173J1007 der einzig seriöse Vertreter in diesem Segment. Das mit dem vermeintlichen Sicherheit der Anonymität beim Gebrauch von Bitcoins auch Missbrauch betrieben werden kann, zeigt das Beispiel  von der früheren Drogen- und Waffenhandelsplattform Silk Road, welche vor kurzem von dem FBI ausgehoben wurde. Dabei wurden insgesamt 170.000 Bitcoins konfisziert (ca. 75 Mio. €) von welchen nun ein Teil versteigert wird und in weitere Strafverfolgung und in die Entschädigung von Opfern fliessen soll.    

Generell begann das Geschäftsjahr 2014 nicht gut für die Branche. Die US- Japanische Bitcoin Börse Mt. Gox musste Anfang des Jahres Insolvenz anmelden. Die Auflösung der ehemals börsennotierten Handelsplattform steht kurz bevor. Auch wird die mediale Berichterstattung überwiegend von Meldungen zu Hackerangriffen überschattet. Inzwischen lässt sogar der Schutz der Anonymität von Nutzer zu wünschen übrig. So ist es möglich, über eine Transaktion auf die Identität der Beteiligten zu schliessen, denn der Traffic wird, für alle einsehbar, gespeichert.

Da scheint es gerade rechtzeitig, dass die Seite der Für- Sprecher prominente Unterstützung bekommt. Die Winklevoss Zwillinge, die durch den Rechtsstreit um Facebook Bekanntheit erlangten, haben angekündigt einen Fond für die Verbesserung der e-Currencies zu gründen. 

Das Potenzial der Online- Währung scheint grenzenlos, dennoch ist die erhoffte Revolution zunächst ausgeblieben. Die Materie scheint für viele noch zu unüberschaubar, was aber nicht an mangelnder Seriosität der Betreiber liegt, vielmehr, so denke ich an dem notwendigem Vertrauen bares Geld in eine fiktive Währung umzutauschen. Ob es sich schaffen lässt grosse Massen zu mobilisieren wird die Zeit zeigen.


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