Argumente

Wer den Trend hin zu Lösungen im Bereich der Hörbeschwerden mitnehmen möchte, sollte sich dennoch breit aufstellen. Neben den bereits vorgestellten Firmen kann man nun noch einen Blick auf Cochlear aus Australien wagen. Dieses Unternehmen ist vor allem auf die Bereitstellung von Implantaten spezialisiert, die in mehr als 100 Ländern vertrieben werden. 

Doch Cochlear, und das ist tatsächlich nicht immer der Fall, behält auch die Aktionäre in besonderem Maße im Auge. Sie sind für das Unternehmen nach eigener Aussage ein Grundpfeiler des Erfolgs und sollen dementsprechend berücksichtigt werden. Die Australier seien demnach stets bestrebt, den Shareholder Value durch strategisches Denken und überlegte Handlungen zu maximieren.

Nicht nur ein optimaler Umsatzmix, sondern auch die bestmögliche Rendite aus der effektiven Verwaltung von Betriebskapital und anderen Vermögenswerten sollen dafür sorgen, dass die ehrgeizigen Ziele nicht verfehlt werden. Dazu lockt Cochlear die Anleger mit einer attraktiven Dividendenpolitik. Im Jahr 2019 gab es je Anteil immerhin eine Ausschüttung in Höhe von 2,19$.

Zu erwähnen ist jedoch die Tatsache, dass das Unternehmen im zurückliegenden Jahr einen Verlust von rund 164 Millionen$ ausweisen musste. An der Börse ging es trotzdem fast unbeirrt weiter nach oben. Lediglich während des Ausbruchs der Corona-Pandemie gab die Aktie stark nach und fiel zeitweise auf 89€ zurück. Mittlerweile steht Cochlear mit 140€ wieder in der Nähe des Allzeithochs. 


Mit mehr als 150 Jahren Erfahrung kann GN Store Nord aus Dänemark auf eine bewegte und durchaus erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Inzwischen gehört der Konzern zu einem der weltweit führenden Anbieter von Hörgeräten und Freisprechkommunikation. Man konzentriert sich auf das menschliche Ohr, Schall, Wireless-Technologien, Software, Miniaturisierung sowie zunehmend auch auf intelligente Audiolösungen. 

Dass die Zahlen hier stimmen, belegt ein Blick in die Bücher von GN Store Nord. Das Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital darf als gesund aufgefasst werden, auch die liquiden Mittel sollten ausreichend vorhanden sein. In puncto Rentabilität und Profitabilität schneiden die Dänen sogar besser als die unmittelbare Konkurrenz ab. So liegt die Bruttomarge mit rund 55% sowie die Nettogewinnmarge mit fast 10% deutlich über den Werten der Peer Group.

Für die Aktie lief es an der Börse in den vergangenen Jahren übrigens blendend. Aktuell scheint sich der Trend allerdings abzuschwächen, was sich im Preis niederschlägt. Das wiederum bietet Investoren, die auf die langfristige Stärke des Sektors setzen, ausgezeichnete Chancen. Erreichte der Titel kurzzeitig Notierungen in Höhe von 78€ je Anteil, müssen interessierte Anleger mittlerweile nur noch 53€ für eine Aktie hinlegen.

Gute Analyse! Die Überalterung der Gesellschaft wird den Hörgeräte-Aktien wohl massiv helfen!

Kaum ein 80-Jähriger, der ohne Hörgerät auskommt. Und die Geräte und der Service ist richtig kostspielig!

Es könnte aber auch passieren, dass ein Apple oder Samsung in den Markt drängt. Wenn die Babyboomer über 65 werden, könnten die sich für Apple-Hörgeräte interessieren, die besser mit Iphone und allem integriert sind. Zudem könnte Apple darüber sicherlich mehr Gesundheitsdaten tracken (Puls, Temperatur, Bewegung, Schritte...). Mit den Airpods hat Apple sicherlich bereits viel Know-How aufgebaut.

Fast jeder Dritte der Ü80-Generation ist heute auf ein Hörgerät angewiesen. 

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Besprochene Aktien

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Apple Inc

Der US-amerikanische Computerhersteller setzte mit zahlreichen Hardware-Produkten (Mac, ipod, iphone, ipad) Meilensteine in der Konsumelektronik und führte mit iTunes und dem App-Store völlig neue Medien- und Softwarevertriebskanäle ein. Mit ApplePay wird ein mobile-Payment Dienst angeboten. Seit 2014 gilt Apple, mit Unterbrechungen, als wertvollstes Unternehmen der Welt.