Argumente

Es geht bergab - quasi durchwegs!

Blickt man auf Deutschlands bedeutendste Indizes, ist das Bild eindeutig - die Kurse fallen. Und das rasant. Fast täglich vermelden die Medien sinkende Aktienpreise. Für Investoren bahnt sich immer mehr ein Geduldsspiel an, das den Druck steigen lässt. Für Aufsehen sorgten zwischenzeitlich Aussagen von Notenbank-Vertretern, die zuvor eine Zinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte ins Spiel gebracht hatten. Die Geldpolitik der EZB und FED wird demnach in nächster Zeit vermutlich verstärkt in den Fokus geraten.

Doch nicht alles ist schlecht. Fast schon erstaunlich stark zeigen sich die Papiere aus dem Luftfahrtsektor. David Perry, Analyst bei der US-amerikanischen Investmentgesellschaft JPMorgan, verwies auf den insgesamt optimistischen Ausblick für die Branche. Dieser resultiere vorwiegend aus dem sich wiederbelebenden Tourismussektor. Zuletzt gewannen beispielsweise Titel wie die Deutsche Lufthansa oder MTU kräftig. Etwas überraschend kam zudem die Ankündigung von Deutschlands größter Airline, dass man aufgrund der starken Ticketnachfrage bald auch den Airbus A380 wieder in Betrieb nehmen wolle. 

Trotz dieser mäßig optimistischen News bleibt das Gesamtbild trüb. Vor allem der Blick gen Amerika ist eindeutig. Hier krachten Dow Jones und Nasdaq zuletzt spürbar ein und verminderten den Wert bekannter Unternehmen. Der Leitindex der USA durchbrach vor kurzem schließlich sogar die Marke von 31000 Punkten, während der Nasdaq 100 mit Verlusten von mehr als 3% sogar noch herbere Einbußen hinnehmen musste. Dies dürfte ein Indiz dafür sein, dass im jüngsten Marktumfeld insbesondere die technologielastigen Titel unter Druck gerieten. 

Eine kürzliche Umfrage ergab zudem, dass sich die Stimmung unter US-Verbrauchern im Vergleich zum Vormonat nochmals verschlechtert hat. Sie ist nun auf dem Stand des letztjährigen August. Ökonom Jeremy Schwartz merkte derweil an, dass eine Rezession mittlerweile eine eindeutige Möglichkeit sei. Konsumenten dürften seiner Meinung nach in den kommenden Monaten Einsparungen vor allem in den Bereichen Wohnen und Haushaltsgüter hinnehmen müssen. 

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