Argumente

Unter dem Begriff NoSQL versteht man Datenbanken, welche nicht auf relationalen Datenbeziehungen setzen und daher kein festgelegtes Datenschemata benötigen. NoSQL-basierte Datenspeicherung besitzt den Vorteil einer besseren Skalierbarkeit im Vergleich zu den traditionellen relationalen Datenbankmodellen. Darüber hinaus besitzt NoSQL auch den Vorteil einer besseren Analyse-Performance in großen Datenbeständen, Echtzeitapplikationen sind in NoSQL realisierbar, relationale Datenbanken besitzen diese Performanz ab einer bestimmten Größe nicht mehr.

Diese Eigenschaften gehen zu Lasten der Funktionalität. Zudem ist die Datenintegrität auf SQL-Systemen durch die Verknüpfung der Tabellen besser gewährleistet. Die spezifischen Anforderungen der Skalierbarkeit und der Performance, welche Big Data-Applikationen stellen, ist der Einsatz von NoSQL oft unumgänglich.

Dieser Umstand hat den Markt der Datenverarbeitung und Datenbanken für eine Reihe junger Unternehmen und neuer Wettbewerber geöffnet. Performante und schlanke Systeme, welche skalierbar einsetzbar und bedarfsgerecht anwendbar sind, finden mit starken Wachstumsraten neue Anwender. Diese Systeme sind spezifisch auf Business Cases anwendbar, ohne den Bedarf, die komplette Datenarchitektur eines Unternehmens zu umfassen. So überrascht es nicht, dass dem NoSQL-Markt in den kommenden 6 Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 31,4 Prozent prognostiziert wird. Im Jahr 2026 beläuft sich das Marktvolumen in diesem Szenario laut dem Marktforschungsinstitut DataIntelo auf 21 Milliarden US-Dollar.

Einige Wettbewerber haben sich in den vergangen Jahren einen beträchtlichen Vorsprung auf die Konkurrenz aufgebaut. Gerade bei großen Datenarchitekturen und -beständen sind die Wechselkosten für die Nutzer oder Kunden hoch. Daher hat der erlangte Vorsprung für die aktuellen Marktführer durchaus eine hohe Aussagekraft. Zumindest im Bereich der Datenhaltung verfügen diese Anbieter über beträchtliche Kundenbasen. 

Der Begriff Big Data lässt es erahnen und das schnelle Wachstum wird immer wieder betont. Ein paar interessante Fakten machen das Ausmaß aber nochmals sehr viel deutlicher.

  1. Nach einer aktuellen Schätzung der IDC (International Data Corporation) wird sich der Umfang des weltweiten Datenbestands von 33 Zettabytes im Jahr 2018 auf 175 Zettabytes in 2025 erhöhen. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 26 Prozent.
  2. Aus dem IDC-Report geht zudem hervor, dass weltweit mehr als 22 Zettabyte an Speichermedien geliefert werden müssen, um dem wachsenden Speicherbedarf gerecht zu werden.
  3. Zu Beginn des Jahres 2020 entstanden jede Stunde ein Datenvolumen, welches dem Jahresvolumen vor 20 Jahren entsprochen hätte.
  4. Im Jahr 2025 dürfte nach IDC-Schätzung jede vernetzte Person durchschnittlich alle 18 Minuten an einer Datentransaktion beteiligt sein.
  5. Jede Minute geben Verbraucher im Internet 1 Millionen US-Dollar aus, streamen 404.000 Stunden Netflix-Content und versenden 150.000 Nachrichten über Facebook, laut einer aktuellen Domo-Erhebung.

Diese Aufzählung könnte noch um viele weitere Punkte erweitert werden, die Kernaussage bleibt jedoch gleich: der Bedarf nach Lösungen zur Speicherung und Verarbeitung von Daten steigt nach wie vor enorm schnell und ermöglicht ein enormes Absatz- und Marktpotenzial für die Produzenten und Dienstleister in diesem Bereich!

1  Kommentar

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  7 Monate
Ich glaube, Amazon, also AWS ist hier wirklich top positioniert.

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