Argumente

Corona hat den Online-Handel natürlich "geboostert". Aber auch nach dem Ende der Lockdowns gibt es nicht etwa ein starkes Comeback des stationären Handels, nein der Online-Handel wächst weiterhin stark:

Was sagen die aktuellen Zahlen vom statistischen Bundesamt aus Wiesbaden im Detail?

Von Mai bis September 2021 (also nach den Winter-Lockdowns)

- wuchs der Onlinehandel erneut um 8,8%

- im stationären Handel stagnierten dagegen die Geschäfte um Minus 0,2%!

im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ist der Unterschied noch stärker:

Stationärer Handel: +2,9%

Online-Handel: +36%

Damit bleibt der Trend zum Onlinhandel weiter bestehen!

Nicht im Laden kaufen bedeutet auch die Verwendung elektronischer Zahlung, sei es Visa, Mastercard, Amazon pay oder Paypal.

Versenden die Markenanführer mehr, leidet der Einzelhandel und die Innenstadt, es profitieren aber die Paket- und Frachlogistiker. Wer bringt die Waren schnell, günstig, sicher und bequem zum Endkunden!

Zu beachten ist hierbei, wie stark Skaleneffekte hier wirken. Die doppelte Anzahl von Paketen bedeutet eine mehr als doppelt so hohe Marge, denn mehr Pakete werden an eine Adresse versendet, der Weg bis zur  nächsten Abgabe wird kürzer, dies erhöht die Effizienz in der Auslieferung.

Der Megatrend Online-Handel ist seit über 20 Jahren im Wachstum, und dies wird sich fortsetzen, da jüngere online-affine Käuferschichten die alten ersetzen, da die Alten in Der Corona-Krise die Bequemlichkeit von Online-Käufen erfahren haben. Gleichzeitig steigt die Verbreitung von Online Zahlungsverkehr, Logistik wird immer günstiger, schneller und bequemer.

Früher benötigten die Marken die Händler in der Fläche: Für Werbebotschaften, dem Aus- und Anprobieren, dem Bezahlen, der Warenausgabe, für Reklamationen, all dies geht mindestens ebenso gut im Online Kanal!
Noch besser geht allerdings die richtige Präsentation der Marke und der Produkte über den eigenen Online-Shop und über Influencer und sonstige Online-Kanäle.

Aus diesem Grund trocknen Marken wie Adidas kleine Läden aus. Dort wird die Marke aus Sicht dieser Branchenführer einfach zu schlecht präsentiert. Man möchte beispielsweise keine hippe Streetwear mehr in Sportgeschäften offerieren lassen und vice versa.

Laut Branchen-Insider ist der Umbruch enorm: „Europaweit könnten einige Tausend Sportartikel-Verkaufsstellen wegfallen, in Deutschland einige Hundert.“ Steht im Handelsblatt.

So versucht Adidas bis 2025 die Hälfte des Umsatzes im Direktvertrieb zu schaffen. Online sei das neue Schaufenster. Diese Entwicklung hätte natürlich eine deutliche Margensteigerung zur Folge!


Die wachsende Konkurrenz des Marken-Shops zum Einzelhändler zeigt sich bspw. darin, dass Top-Schuhe nur noch von Adidas selbst verkauft werden. Dieser Wettbewerb gegen den eigenen Lieferanten ist für den Einzelhändler nicht zu gewinnen! Das Ladensterben dürfte weitergehen, der Online-Handel weiter wachsen.

Sieht man sich Hugo Boss an, so sind deren Online-Umsätze jüngst um stolze 72% gestiegen, das liegt natürlich stark an Corona aber viele Kunden werden dem Online-Shop treu bleiben!

Doch den Trend anzuführen, scheint die Nike-Aktie : Dort wird der Handel immer unwichtiger:

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