Analyse Aktien Autonomes Fahren

Entsteht durch die zweite Corona-Welle ein neuer Hype?

Ein Beitrag von mtambour 1 12.11 - 8:30

Während in der Welt eine negative Schlagzeile auf die nächste folgt, gibt es in der Krypto-Welt vermehrt positive Nachrichten: Die Investmentgesellschaft Fidelity eröffnet im August einen Bitcoin-Fonds, der Bitcoin steigt im Oktober über 20% und PayPal kündigt an, dass verschiedene Kryptowährungen vom Zahlungsdienstleister für seine Kunden in den USA zeitnah integriert werden.
 
PayPal Holdings
 
 
Bitcoin Group
 
 
Nvidia Corp
 

„…massive, in dieser Größenordnung bisher unbekannte Unterstützungsleistungen “. Dies verkündete Olaf Scholz am 29.10.2020 im Zuge des erneuten Lockdowns im November. So verspricht der Staat Unternehmen, die von dem „Lockdown Light“ betroffen sind, bis zu 75% des Umsatzes aus dem Vorjahresmonat zu zahlen. Die Folge: Es dürfte  mehr Geld in Umlauf kommen  und der Wert des Euros sinkt.  Flüchten die Anleger durch die bevorstehende Schuldenerhöhung, nicht wie früher in Edelmetalle, sondern in Kryptowährungen? Große US-Unternehmen wie MicroStrategy und Square bauen sich einen Bitcoin Bestand zur Inflationsabsicherung auf. So kaufte MicroStrategy 17.000 Bitcoins für 425 Millionen US-Dollar. Ein weiteres britisches Unternehmen, Mode Globals Holdings, zog nach und investierte 10% seiner liquiden Reserven in Bitcoin. Der Kurs des Bitcoins verzeichnete im Oktober ein Plus von 23%. Im selben Zeitraum verlor der Dax 9%.  Die bekannteste Kryptowährung erreichte  Ende Oktober knapp die Marke von 12.000 EUR. Der Kursanstieg wird unter anderem mit der spektakulären Ankündigung von PayPal zur Integration von Kryptowährungen in deren Dienste begründet.

PayPal Holdings (US70450Y1038)


PayPal ist mit über 346 Millionen aktiven Nutzern und einer Anzahl von 3,74 Milliarden Transaktionen im zweiten Quartal 2020 (Quelle: Statista) einer der größten Zahlungsdienstleister der Welt. Nun will das Unternehmen zunächst US-Bürgern ermöglichen, die Kryptowährungen Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum und Litecoin zu handeln. Ab 2021 soll der Handel über PayPal auch in weiteren Ländern möglich sein. Zudem will das Unternehmen, ebenfalls Anfang nächsten Jahres, eine Möglichkeit zur Bezahlung in über 26 Millionen Verkaufsstellen in den USA schaffen. Zukünftig können Kunden in Kryptowährungen bezahlen und der Händler erhält Dollar  . Profiteure dieser Neuigkeiten werden vor allem Nutzer sein, die keine Bankkonten haben und somit einfacher am Zahlungsverkehr partizipieren können.  In den USA besitzen schätzungsweise 20 Millionen Amerikaner kein Bankkonto (Quelle: Welt.de) Im Gegensatz zu PayPal, bei denen der Bereich Kryptowährungen nicht das Hauptgeschäftsfeld ist, hat sich die Bitcoin Group auf digitale Währungen spezialisiert.

Bitcoin Group (DE000A1TNV91)


Die Bitcoin Group SE besitzt mehrere Beteiligungen im Bereich der Kryptowährungen. Der Gesellschaft gehören zu 100% der Anteile die futurm bank AG. Seit Oktober 2020 ist die futurm bank AG durch die Verschmelzung mit der Bitcoin Deutschland AG Deutschlands erste Krypto-Bank. Der Zusammenschluss führt durch die Reduktion der regulatorischen Komplexität zu Synergieeffekten und könnte folglich, durch eine Verschlankung organisatorischer Prozesse aufgrund verminderten Bürokratiebedarfs, das Wachstumspotenzial der neuen Bank erhöhen. Des Weiteren gibt es zukünftig neben dem Handel über die Handelsplattform bitcoin.de für die User die Möglichkeit der Verwahrung der Kryptowährungen. Über bitcoin.de können seit dem Zusammenschluss private und auch erstmalig institutionelle Investoren die digitalen Währungen Bitcoin, Bitcoin Cash, Bitcoin Gold und Ethereum handeln. Der Handelsplatz ist mit über 840.000 Kunden einer der größten für Bitcoin in Europa.  Neben der Krypto-Bank futurm bank AG hält die Bitcoin Group 50% der Anteile an dem Finanzdienstleister Sineus Financial Services GmbH. Das Finanzdienstleistungsinstitut ist eine unabhängige Honorar-Anlageberatung. Dies hat den Vorteil, dass systembedingte Interessenskonflikte nicht auftreten. Zu den Geschäftsfelder gehören darüber hinaus das Vermögenscontrolling für Dritte, Aftersales-Services und weitere finanzmarktbezogenen Services für Kanzleien, Banken und Finanzdienstleister.   Der Anteilserwerb an der Sineus Financial Services GmbH ermöglicht der Bitcoin Group somit zukünftig, Dienstleistungen im Bereich der Kryptowährungen auch anderen Unternehmen anzubieten

Nvidia Corp (US67066G1040)


Auch das Technologieunternehmen Nvidia ist in dem Geschäftsfeld „Kryptowährungen“ tätig. Die Bitcoins werden durch sogenanntes „Mining“ in Rechenzentren geschürft. Dafür werden Transaktionen berechnet und validiert sowie in die Blockchain übertragen. Die Blockchain ist ein dezentrales Netzwerk, welches Kopien ausschließt und somit als sicher gilt. Die Datenbank ist auf vielen Rechnern als Peer-to-Peer-Netzwerk abgelegt. Für diese anspruchsvollen Berechnungen und Validierungen werden Hochleistungsgrafikkarten und Prozessoren benötigt. Diese werden vor allem von Nvidia entwickelt und vertrieben. Jedoch rentiert sich das Mining für viele Schürfer bei den derzeitigen Kursen der Kryptowährungen nicht, da diese in Bitcoin für das Mining entlohnt werden. Neben den hohen Anschaffungskosten für die Hardware, fällt für die komplexen Rechenzentren ein hoher Stromverbrauch an. Die Anzahl von Bitcoins ist auf 21 Millionen Stück begrenzt, das Schürfen der Kryptowährung Ethereum ist allerdings unbegrenzt möglich. Somit wird es von den sogenannten „Minern“ und Schürfern der Kryptowährungen immer eine Nachfrage nach leistungsstarken Prozessoren und Grafikkarten geben, jedoch könnte diese bei Nvidia für den Bereich Kryptowährungen insgesamt tendenziell zurückgehen. Das Unternehmen konzentriert sich derzeit verstärkt auch auf weitere innovative Geschäftsfelder, wie dem Autonomen Fahren. Abschließend ist festzuhalten, dass Kryptowährungen immer präsenter im alltäglichen Leben werden. So ermöglichen es bereits einige große Organisationen, mit Bitcoins zu bezahlen, beispielsweise auch im Windows- und Xbox-Store. Auch Lieferando bietet solche Möglichkeiten mittlerweile an. Weitere Unternehmen und Organisationen, die exemplarisch auch Transaktionen mit Bitcoin erlauben, sind: Expedia, Overstock, Greenpeace und Wikipedia. 



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