Analyse Aktien CRISPR Genveränderung

Kein wirksamer Impfstoff gegen Alzheimer in Sicht

Ein Beitrag von Oli41Gel 31 01.02.2014

Alzheimer gehört definitiv zu den Volkskrankheiten, vor denen sich viele Verbraucher am meisten fürchten. Zwar ist die Erkrankung nicht mit Schmerzen verbunden, aber dennoch ist sie mitunter sehr gefährlich, weil die unter Demenz leidenden Personen keine wirkliche Kontrolle mehr über ihr Handeln haben. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile diverse Pharma-Unternehmen, die sich unter anderem mit der Entwicklung eines möglichen Impfstoffes gegen die Erkrankung beschäftigen. Aktuelle Studien belegen allerdings, dass der Weg zu einem wirksamen Impfstoff anscheinend noch sehr weit ist.
 
Transition Therapeutics Inc
 
 
Prana Biotechnology Ltd
 
 
Alnylam Pharmaceuticals Inc
 

Es wäre sicherlich eine bahnbrechende medizinische Veränderung, wenn man der gefürchteten Krankheit Alzheimer durch einen Impfstoff vorbeugen könnte. Aktuell gibt es allerdings einige große Patientenstudien mit zwei bestimmten Antikörpern, die leider sehr enttäuschende Ergebnisse brachten. Die schlechten Aussichten auf Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes sind allerdings bereits seit 2012 vorhanden, denn damals stellt die Pharmaindustrie ein spezielles Programm ein, welches eigentlich zur Entwicklung eines Antikörpers gegen die Erkrankung führen sollte. Diese Enttäuschung aus dem vorletzten Jahr setzt sich nun auch weiter fort. Denn selbst starke Befürworter der Entwicklung eines Impfstoffes müssen nun erkennen, dass aufgrund der Studien davon auszugehen ist, dass es noch lange dauern wird, bis eventuell einen Impfstoff zur Bekämpfung der Demenzerkrankung gefunden wird.


An den Studien nahmen rund 4.000 Patienten teil, deren Alter sich zwischen 50 und 88 Jahren bewegte. An diesen Patienten wurde ein umfangreicher Antikörpertest durchgeführt, im Zuge dessen die Probanden über einen Zeitraum von rund 18 Monaten im 13-wöchigen Abstand ein mögliches Medikament gespritzt bekamen. Die Denk- und Gedächtnisleistungen wurden sowohl vor als auch während und nach den jeweiligen Infusionen gemessen. Dabei wurde leider festgestellt, dass es keine der zwei getesteten Antikörperstoffe schaffen konnte, identifizierbare Verbesserungen herbeizuführen, obwohl dies vor einigen Jahren in Tierversuchen bereits sehr gut funktioniert hatte. Nicht einmal der Grund für das Scheitern des Versuches ist den Medizinern definitiv bekannt.


Ob sich die Pharma-Unternehmen trotz dieser ernüchternden Ergebnisse weiterhin mit der Entwicklung eines Impfstoffes beschäftigen und dabei vielleicht auf bestimmte Wirkstoff-Kombinationen setzen, steht zurzeit noch nicht fest. Die negativen Studienergebnisse dürften sich eventuell auch negativ auf die Aktienkurse solcher Pharma-Unternehmen auswirken, die im Bereich der Entwicklung von Medikamenten gegen als seine besonders engagiert sind. Wer als Anleger bisher überzeugt war, dass in absehbarer Zeit ein wirksamer Impfstoff gegen Alzheimer entwickelt wird und deshalb auf eines solcher Unternehmen „gesetzt“ hat, sollte sich ein weiteres Investment sehr gut überlegen.


Das australische Unternehmen Prana Biotechnology


Ein noch relativ junges Unternehmen, welches der Branche Biotechnologie zuzuordnen ist, ist Prana Biotechnology Ltd. (Prana Biotechnology Ltd (AU000000PBT9)). Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens besteht in erster Linie darin, Medikamente gegen solche Erkrankungen zu entwickeln, die zu den altersbedingten Volkskrankheiten zählen. Dazu gehört neben dem Grauen Star, Parkinson und der Creutzfeld-Jakob-Krankheit auch Alzheimer. Es kann durchaus sein, dass auch die Aktien des Unternehmens jetzt unter den negativen Studienergebnissen im Bezug auf die Entwicklung eines Medikamentes bzw. Impfstoffs gegen Alzheimer leiden könnten. Die Aktien könnten vor allem deshalb unter Druck geraten, weil die Entwicklung innerhalb des vergangenen Jahres herausragend war. Notierten die Aktien Anfang Februar 2013 noch bei lediglich etwa 15 Cent, so hat sich der Kurs mittlerweile auf über 80 Cent mehr als verfünffacht.


Das US-amerikanische Biotech-Unternehmen Alnylam Pharmaceuticals


Im Bereich der Forschung bezüglich möglicher Medikamente gegen altersbedingte Erkrankungen, wie zum Beispiel Alzheimer, sind insbesondere US-amerikanische Unternehmen sehr aktiv. Dazu gehört unter anderem auch der amerikanische Biotech-Konzern Alnylam Pharmaceuticals Inc. (Alnylam Pharmaceuticals Inc (US02043Q1076)). Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung neuer Medikamente spezialisiert, die unter anderem gegen Parkinson, Alzheimer oder auch bestimmte Atemwegserkrankungen helfen sollen. Auch bei diesen Aktien besteht sicherlich ein gewisses Risiko, dass die glänzende Entwicklung der vergangenen zwölf Monate unter den negativen Studien bezüglich der nicht absehbaren Impfstoffe gegen Alzheimer leiden könnte. Vor zwölf Monaten notierten die Aktien bei rund 17 Euro, während sie aktuell mehr als 64 Euro kosten.


Trans Therapeutics auf Entwicklung eines Alzheimer-Medikamentes spezialisiert


Ein weiteres Unternehmen, welches sich unter anderem auf die Entwicklung eines Medikamentes gegen die Alterserkrankung Alzheimer spezialisiert hat, ist Trans Therapeutics (Transition Therapeutics Inc (CA8937162094)). Es ist vor allen Dingen die Volkskrankheit Diabetes, die bei der Entwicklung von möglichen Medikamenten im Fokus des Unternehmens steht. Was die möglichen Risiken für Anleger angeht, so stellt sich die Situation ähnlich wie dem bei den zwei zuvor genannten Aktien dar. Denn auch der Aktienkurs von Trans Therapeutics ist in den vergangen zwölf Monaten quasi durch die Decke gegangen. Anfang Februar 2013 notierten die Aktien noch bei etwa 1,50 Euro, während sich der Kurs heute bei knapp fünf Euro bewegt.


Forest laboratories Inc.


Das amerikanische Unternehmen Forest laboratories Inc. (US3458381064) gehört ebenfalls zu den Pharma-Unternehmen, die sich bei der Entwicklung neuer Medikamente auf verschiedene Krankheiten spezialisiert haben, die als typische Alterskrankheiten gelten, wie zum Beispiel Alzheimer. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen aber auch Medikamente gegen andere Volkskrankheiten, wie zum Beispiel Hypertonie (Bluthochdruck) oder Depressionen. Das Unternehmen ist also etwas breit aufgestellt, was dazu führen könnte, dass sich die negativen Studienergebnisse nicht so negativ auf den Aktienkurs auswirken, wie es möglicherweise bei den vorher genannten drei Aktienwerten der Fall ist. Zwar haben sich auch die Aktien dieses Unternehmens in vergangen zwölf Monaten sehr positiv entwickelt, denn der Kurs stieg in diesem Zeitraum von etwa 27 auf jetzt knapp 49 Euro, aber das Rückschlagspotenzial ist hier nicht ganz so groß, wie bei einigen anderen Unternehmen aus diesem Bereich.


DruckversionArtikel melden

1 Kommentare Kommentar verfassen

ListeBaum
x