Analyse Aktien E-Bike

Fahrradaktien, verregnetes Frühjahr bringt Kaufkurse

Ein Beitrag von Aktie 37 20.09.2013

Das Jahr 2013 war aufgrund des langen Winters ein schlechtes Jahr für die Fahrradbauer. Der Trend zum Ebike und zu teureren Fahrrädern hält jedoch an. Vielleicht sollte man sich jetzt Fahrradaktien ins Depot legen.
 
KK Shimano
 
 
Accell Group NV
 

Ich glaube, die kommenden Monate ist die richtige Zeit an der Börse in Fahrradaktien zu investieren.

Es existieren folgende Gründe:


Schlechte Umsätze im ersten Halbjahr

  • Das Fahrradjahr 2013 hatte mit sehr negativen Sondereffekten zu kämpfen. 
  • Der vergangenen Winter war außergewöhnlich lang. Mit Eiseskälte bis in den Mai, galt dieser Frühling als einer der kältesten. Ende Mai fiel sogar noch Schnee in den Hochlagen.  Der Frühling ist aber das wichtigste Quartal im Fahrradmarkt. 
  • Im Frühling kam dann auch noch sehr schlechte Testergebisse der Stiftung Wahrentest zum Thema E-bike auf den Markt, was die Käufer noch mehr in die Zurückhaltung führte. Dabei seien Teile des negativen Testberichts zurückgenommen worden, dennoch war die Wirkung fatal.

  • Die Folge: Der Markt musste im Frühjahr in Deutschland Umsatzrückgänge von ca. 20 % verkraften.

    Sollte es im kommenden Jahr einen guten Frühling geben, so sollte sich dieser Effekt ins Positive umkehren, die Umsatz- und Gewinnzahlen wären dann im kommenden Jahr deutlich positiver. Dies sollte den Aktien in 2014 starken Auftrieb geben, vorausgesetzt wir sehen einen normalen oder gar sehr guten Frühling.

    Fahrrad ist das neue Lifestyle Produkt

    Wer aktuell die Metropolen Berlin, London, Paris besucht, der entdeckt, dass an jeder Ecke Lifestyle-Fahrradgeschäfte eröffnen. Das Fahrrad wird zum Ausdruck der Persönlichkeit in der Großstadt. Es muss cool, auffalend und hip sein. Das Fahrrad scheint hierbei das Auto zu ersetzen. 


    Trend zur City Maut

    Die Innenstädte sind mit Autos überfüllt. Ein Vorankommen ist schwer möglich, die monetären Kosten für autofreundliche Städte sind immens, die Beeinträchtigung durch Lärm und Feinstaub wird von den Stadtbewohnern immer stärker beklagt. Die Folge: Überall in der Welt wird die City-Maut eingeführt, ob London, Stockholm, Oslo, Bologna oder Mailand. 

    Ist die Autodichte in der Stadt reduziert, lässt sich erst das Fahrrad richtig nutzen. Dieser Trend wird zu signifikant mehr Radverkehr in den Städten führen.


    E-bikes

    E-bikes sind eine Erfolgsgeschichte. Bereits jetzt existieren mehr als 1,3 Millionen Elektroräder. Natürlich sind Elektroräder deutlich teurer als herkömmliche Fahrräder, dies erhöht damit die Umsätze der Fahrradhersteller.


    Mehr Umsatz je Fahrrad

    Lag der Umsatz 2012 für ein Fahrrad noch bei rund 500 EUR, liegt der Durchschnittspreis aktuell bereits bei 515 EUR. Ich glaube diese Entwicklung wird durch den Fahrrad-Lifestyle-Trend  in den Folgejahren so weitergehen.

    Diese Gründen sprechen aus meiner Sicht dafür in das Thema Fahrrad zu investieren.

    Und aufgrund des schlechten Frühjahrs in Deutschland/Europa  lohnt es sich einen deutschen Fahrradhersteller zu kaufen.




    Interessant finde ich die Mifa Aktie 

    DE000A0B95Y8


    Mifa ist ein sehr goßer Fahrradhersteller aus Deutschland. Es werden eigene Marken wie Steppenwolf oder Grace angeboten und es werden kostengünstige Fahrräder für Großabnehmer wie Aldi, Metro und Obi produziert. Durch über 500.000 produzierten Fahrrädern im Jahr, konnte Mifa den Produktionprozess stark automatisieren und damit Kostenvorteile heben.


    Im Fünfjahreschart sieht man, dass die Aktie vom Hoch 2012 weit entfernt ist und im Bereich von 7 € einen Boden finden könnte.




    Angaben zum Geschäftsjahr 2012 von Mifa:


    Die boomende Nachfrage nach elektronisch betriebenen Fahrrädern beflügelte den Umsatz der MIFA im Geschäftsjahr 2012. Mit 47.000 (Vorjahr: 27.000) E-Bikes setzte die MIFA rund 75,6 % mehr Einheiten ab als im Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich der durchschnittliche Absatzpreis pro E-Bike um 52,2 % auf 711 (Vorjahr: 467) EUR. Die Umsätze mit E-Bikes stiegen daher auf 33,4 (Vorjahr: 12,6) Mio. EUR; das entspricht einer Steigerung des Anteils am Gesamtumsatz auf 30,0 % nach 12,5 % im Vorjahr. Durch den steigenden Anteil der E-Bikes erhöhte sich auch insgesamt der durchschnittliche Absatzpreis je Fahrrad um über 30 % auf 204 (Vorjahr: 156) EUR. Trotz der insgesamt rückläufigen Zahl verkaufter Fahrräder – im Geschäftsjahr 2012 lag sie bei 546.000 nach 644.000 Stück im Vorjahr – wuchs der Gesamtumsatz um 10,7 % auf nunmehr 111,3 (Vorjahr: 100,5) Mio. EUR. Dabei lag der Auslandsanteil bei 21,1 %.


    Und Angaben zum ersten Halbjahr 2013:


    - Umsatzerhöhung um 3,3 % auf 82,6 Mio. EUR (H1 Vorjahr: 80,0 Mio. EUR), höchster Halbjahresumsatz seit dem Börsengang 2004

    - E-Bike-Vertrieb macht bereits 30,6 % des Gesamtumsatzes aus (H1 Vorjahr: 26,5 %)

    - EBIT mit 5,5 Mio. EUR über Vorjahr (H1 Vorjahr: 5,4 Mio. EUR), EBIT-Marge mit 6,7 % auf Vorjahresniveau



    Die Mifa hat sich also ordentlich im schwierigen Jahr 2013 behauptet. Sollte der Frühling 2014 gut sein, müssten kommendes Jahr deutlich bessere Zahlen erreicht werden.


    Ich selbst halte Mifa-Aktein, wer also kaufen möchte, sollte sich selbst ein objektives Bild machen.



    Auch sehr interessant erscheint mir die ACCELL GROUP N.V. AANDELEN AAN TOONDER EO -,01 


    Accell Group NV (NL0009767532)


    Mit Marken wie Hercules, Haibike, Koga, Raleigh, Winora verfügen die Holländer über ein sehr breites Markenportfolio. Mit 772 Millionen Umsatz 2012 ist Accell deutlich größer als Mifa. Zudem erscheint Accell mit Aktivitäten in Nordamerika und Asien geografisch breiter diversifiziert.



    KK Shimano (JP3358000002)

    Shimano wiederum könnte zum Trend zu Mountainbikes, Rennräder, Triathlon profitieren. Schliesslich gelten die Japaner als führende Hersteller der Schaltgruppen. Shimano kenne ich allerdings nicht ausreichend, um die Aktie richtig bewerten zu können.



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