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iPhone 6 und wer liefert was?

Ein Beitrag von R_Tarkovsky 23 23.05.2014

Apple dürfte sein iPhone 6 im August enthüllen, so lauten die Spekulationen. Bislang gingen Fans und Analysten davon aus, dass die Veröffentlichung erst im September erfolgen werde, nun soll das schon einen Monat früher passieren.
 
Foxconn (Hon Hai Precision Indu...
 
 
Taiwan Semiconductor Manufac...
 
 
Apple Inc
 
 
Samsung Electronics Co Ltd
 

Nun soll es also noch vor dem September auf den Markt kommen – das neue Apple Device iPhone 6. Geplant sei eine Bildschirmdiagonale von 4,7 Zoll (10,16 Zentimeter) und dann folge im September des gleichen Jahres eine Version mit einer Bildschirmdiagonale von 5,5 oder 5,6 Zoll. Das amerikanische Unternehmen rechnet mit Verkäufen um die 80 Millionen Stückzahlen. Apple Inc (US0378331005) war auch in der letzten Zeit immer wieder in der Presse vertreten betreffend der Akquise des amerikanischen Kopfhörer-Produzenten Beats Electronics. Jetzt aber haben einige Zulieferfirmen des Startschuss bekommen bereits Ende Juni mit der Montage der Geräte beginnen zu können. Mit dabei sind auch die beiden großen Elektronikkonzerne Foxconn und Pegatron, sowie der Halbleiter-Hersteller Visual Photonics Epitaxy und der Kameralinsen-Hersteller Largan Precision. Ein kleiner Überblick, wer vom neuen iPhone 6 mit profitieren kann:

Da wäre zunächst mal ein alter Bekannter: TW0002354008, denn neu aufgetauchte Pläne sollen tatsächlich den echten Produktionsskizzen des iPhone 6 entsprechen und aus den iPhone-Produktionshallen von Foxconn stammen. Der taiwanesische Konzern gilt als einer der wichtigsten iPhone 6 Produzenten und wurde schon bei vorangegangenen Modellen mit einbezogen. Desweiteren erwägte das Unternehmen im 1. Quartal 14 den Bau eigener Fabriken in den USA. Auf diese Weise könnten sich dadurch neue Geschäftsmöglichkeiten für den taiwanischen Konzern ergeben, dies zumindest gab der jetzige Firmenchef Terry Gou im Januar 2014 bekannt. Zudem stünden Investitionen in Indonesien an. Dieses Land sei besser als Indien dazu geeignet, China als weltweit wichtigsten Industriestandort abzulösen. Foxconn hatte zuletzt eine Zusammenarbeit mit Blackberry in Indonesien vereinbart. Die Taiwanesen beschäftigt weltweit mehr als eine Million Mitarbeiter und haben ambitionierte Wachstumsziele verkündet: Innerhalb der kommenden zehn Jahre könnte der Umsatz auf umgerechnet 240 Milliarden Euro steigen - zweieinhalb mal so viel wie 2013. Zum Foxconn-Konzern gehören Hon Hai Precision und Foxconn Technology. Das Unternehmen ist bisher der wichtigste Lieferant für die Apple-Produkte iPhone und iPad gewesen.

Dann gibt es noch einen weiteren Taiwanesen mit an Bord: TW0004938006, denn bestätigt ist einem Bericht aus Taiwan zufolge, dass der Apple-Partner Pegatron seinen Fertigungsauftrag für das iPhone 6 mit 4,7-Zoll-Display erhalten haben soll. Neu ist der Lieferant nicht, denn auch das iPhone 5c und schon der Vorgänger iPhone 4s hat Apple bereits bei Pegatron fertigen lassen. Auf das komplette Jahr 2014 gerechnet soll der Zulieferant damit auf insgesamt 50 Millionen ausgelieferte iPhones kommen wobei zu berücksichtigen ist, dass in diese Zahl auch iPhone 5c und iPhone 4s hinein gerechnet werden müssen. Nichtsdestotrotz eine lukrative Sache für den taiwanesischen Betrieb. Ein anderer Grund, warum nun Pegatron verstärkter zum Zuge kommen soll ist dass die Kapazitäten von Foxconn langsam aber sicher ausgereizt sind. Da schein Apple wohl nun auf Nummer sicher zu gehen und Verzögerungen bei der Lieferung von Vorne heraus ausschließen zu wollen. Aus anderen Berichten heißt es, dass Pegatron zukünftig bereits für 50 Prozent der neuen iPhone-Modelle verantwortlich sein soll. Doch ganz so schnell scheint es nun doch noch nicht zu gehen. Es wird einen Anstieg in der Produktion geben, doch noch soll das Unternehmen weit davon entfernt sein, die Hälfte aller Geräte der neuen Generation zu übernehmen, was nichts anderes bedeutet, dass auch Foxconn weiter am Ball bleiben wird.

Und nochmal zurück auf die asiatische Seite: als Zulieferer wird außerdem der Halbleiter-Hersteller Visual Photonics Epitaxy hoch gehandelt. Die taiwanische ‚Economic Daily News‘ berichtete am vergangenen Freitag unter Berufung auf Zulieferer des US-Konzerns, Apple habe bereits Smartphone-Teile vom Halbleiter-Hersteller Visual Photonics Epitaxy gekauft.

Ebenfalls mit im Boot ist Saphirglas-Hersteller US36191U1060 den Apple als Großkunden gewinnen konnte. Der Konzern hat am 24. Februar seine Geschäftszahlen für das letzte Quartal vorgelegt und einen Ausblick auf eine Gewinnsteigerung in der zweiten Hälfte für 2014 gegeben. Spekuliert wird nun, ob sich der Gewinn auch auf Saphirglas-Verkäufe an Apple bezieht; denn das iPhone 6 soll einen Schutz aus Saphirglas auf der Kameralinse und dem Home-Button besitzen.

Neue Gerüchte gibt es ebenfalls zum Thema Akku im iPhone 6. Dabei geht es laut der Meldungen aus dem Fernen Osten nicht um die Leistungsfähigkeit oder Laufzeit des Akkus, sondern um die eigentliche Herstellung der Batterie. So soll der Akku des neuen Apple-Smartphone rein automatisiert und nicht mehr manuell produziert werden. Der Meldung zufolge soll der höhere Mindestlohn in China ein Grund für die Änderungen bei Apple sein. So wird die automatisierte Produktion des iPhone-6-Akkus dem Bericht zufolge in Asien stattfinden, leider ohne Hintergrundinformation welcher Zulieferer damit betraut werden wird. Die von Apple geforderte niedrige Bauhöhe des Akkus von nur 2 mm galt bisher als unerreichbar angesichts einer Kapazität, die dem iPhone 6 eine längere Laufzeit als dem Vorgängermodell ermöglichen soll.

Klar hingegen ist, dass der Prozessor des nächsten iPhone 6 Generation ("iPhone Air") wohl doch von Samsung Electronics Co Ltd (US7960508882) gefertigt werden soll. Ein Mitglied des Unternehmens erklärte, dass der A8-Chip aus den Samsung-Werken stammen werde. Ein entsprechender Vertrag zwischen Samsung und Apple sei geschlossen, so berichtet die ZDNet Korea. Der A8-Prozessor für das Apple iPhone 6 besitzt angeblich einen 64-Bit-Chip und 2 GB Arbeitsspeicher. Samsung dürfte somit an dem neuen iPhone auch ein wenig mitverdienen. Im Kontrast dazu gibt es aber auch Meldungen, dass das finale OK für die A8-Chip Serie nicht an Samsung sondern an ausschließlich bei der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co Ltd (US8740391003) Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) gehe und aller Wahrscheinlichkeit nach werde Apple sowohl das kommende iPhone 6 als auch das nächste iPad mit einem neuen Prozessor namens A8 ausstatten, der wieder für mehr Leistung sorgen soll. Dieser Meldung zufolge wird Apple darauf verzichten, den LTE-Funkstandard direkt in den A8 einzubauen. Andere Quellen sind sich ebenfalls einig, dass Qualcomm diesmal nicht mitspielen wird.

Apple bleibt seiner Linie treu – spekuliert wird viel, aber 100 % konkrete Aussagen gibt es nicht und wir werden wohl alle warten müssen, bis das neue Device auf dem Markt erhältlich sein wird.

 

Über weiteren Diskussionen zum Thema Apple würde ich mich sehr freuen.


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