Analyse Aktien Künstliche Intelligenz

Apple Smartwatch – noch im Herbst 2014

Ein Beitrag von R_Tarkovsky 23 19.06.2014

Apple ist nicht nur an der Spitze des globalen PC-Marktes – gezählt werden hierbei neben Notebooks und Desktops auch die Tablets – nun will der Konzern auch den Wearables Markt erobern. Nach neuesten Ankündigungen will Apple das Weihnachtsgeschäft auf alle Fälle mitnehmen und noch im Herbst die Apple Smartwatch unter dem Namen iWatch vorstellen.
 
Nike Inc
 
 
Apple Inc
 
 
Samsung Electronics Co Ltd
 

Schon Anfang 2013 verdichteten sich Spekulationen, dass Apple mit einer eigenen Computeruhr als Wearable auf den Markt gehen will. Laut damaligen Pressestimmen arbeitet bei Apple ein rund 100 Mann starkes Entwicklerteam an der Smartwatch "iWatch". Im Juli 2013 hatte Apple für den Begriff iWatch in Japan Markenschutz beantragt und ein paar Tage danach den bekannten Modezar Deneve von Yves Saint Laurent für Special Projects mit an Bord geholt. Nun wurde bekannt, dass die iWatch von Apple Inc (US0378331005) dank HealthKit mit innovativen Funktionen im Bereich Gesundheit und Fitness aufwarten soll und beispielsweise eine permanente Überwachung lebenswichtiger Vitalfunktionen erlauben wird. Apple hatte HealthKit seinerzeit im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC 2014 mit der neuesten Version iOS 8 seines Mobile-OS für iPhone und iPad präsentiert. Zwar existieren schon zigtausende unterschiedlicher Apps für diesen Bereich, Apple möchte mit Health Kit aber eine Bündelung und Zentralisierung aller gesundheitsrelevanten Daten erreichen. Und das haben andere Hersteller schon lange im Programm. Erinnern wir uns an Hersteller wie TomTom, Garmin, Jawbone, LG, Nike oder Razer , welche ebenfalls Rechenkapazität, Bildschirme und eine Unzahl Sensoren und den Armschmuck eingebaut haben. Diese Bänder messen neben Puls auch Bewegungsrhythmus, Tempo, Kalorienverbrauch, Körpertemperatur und sogar Schlafgewohnheiten. Spezialmodelle zeichnen den Sauerstoffgehalt im Blut oder die Sonneneinstrahlung auf. Und der Hersteller LG zieht weiter und präsentiert einen Pulssensor in einem Head-Phone. Die smarten Sporthelfer übermitteln die Daten dann in Real time und natürlich drahtlos an das Smartphone. Dort werden die Informationen grafisch aufbereitet und auf Wunsch direkt an das persönliche Fitnessportal im Internet weitergeleitet. Und genau da will Apple nun auch beim User punkten.

Was dürfen wir von der iWatch erwarten?

Bis jetzt können Smartwatches leider nicht viel mehr als Kurznachrichten, E-Mails und natürlich auch die Uhrzeit anzeigen. Das erfolgreichste Modell kommt mit der Galaxy Gear von Samsung Electronics Co Ltd (US7960508882). Denn diese besitzt eine Kamera, die sich für Schnappschüsse aus dem Handgelenk eignet und ist zusätzlich mit Schrittzähler und Pulsmesser als fitnesstauglich eingestuft worden. Einen Herzfrequenzsensor dürften wir auch bei der "iWatch" erwarten, genauso wie andere Körper-Messfunktionen. Damit hat Apple aber wohl nicht nur Sportler im Blick. Laut des Konzernsprechers Cook sei eines des großen Potenzials in Gesundheitsfunktionen zu sehen, mit denen sich beispielsweise Arztbesuche einschränken ließen. Neben einem gekrümmten OLED-Display, das durch die Touchscreen-Option bequem bedient werden kann, ist vor allem das Koppeln mit dem iPhone im Fokus der Möglichkeiten beschrieben. Mit der iWatch können somit eingehende Nachrichten und Anrufe dargestellt und auch bearbeitet werden. Auch eine Partnerschaft mit Nike Inc (US6541061031) ist nicht ausgeschlossen, denn das Unternehmen hatte erst kürzlich seine eigenen Fitness-Tracker-Bestrebungen eingestellt. Laut dem asiatischen Branchen-Magazin Nikkei rechnet Apple für seine iWatch außerdem mit Absatzzahlen von drei bis fünf Millionen Einheiten pro Monat. Obwohl die Apple-Smartwatch bislang nur als Photoshop-Vision in diversen Blogs existiert, jonglieren Analysten schon mit Zahlen und erste Preisvorstellungen stehen ebenfalls im Raum – das gute Stück soll zwischen 250 US$ und 300 US$ kosten. Ein Analyst von BMO Capital Markets glaubt, dass es bis Ende des Jahres 2014 gut 335 Millionen aktive iPhone- und iPad Nutzer geben wird. Mehr als33 Millionen Personen aus dieser Zielgruppe werden seiner Meinung nach die iWatch im Kalenderjahr 2015 kaufen. Bei einem angenommenen Verkaufspreis von 250 US$ pro Stück wäre also ein zusätzlicher Umsatz von rund 8,4 Milliarden Dollar zu erwarten. Die Gesamtumsätze von Apple würden sich um 4,4 Prozent erhöhen. Und das freut nicht nur die Aktie. Rechnen wir dann noch den Launch des neuen iPhone 6 dazu darf sich Apple auf ein spannendes Jahr freuen – zumindest im letzten Quartal von 2014 wird‘s noch mal richtig los gehen.

Über weiteren Diskussionen zum Thema Apple würde ich mich sehr freuen.


DruckversionArtikel melden

4 Kommentare Kommentar verfassen

ListeBaum
x