Aktien China

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Trendlink Index China


92.92 +0.03% [+0.03] 23.05.2013 1 Monat (+5.22%) 1 Jahr (+6.72%) 5 Jahre (-7.08%)  

Aktienliste China

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RangAktieTrendbezug% 1 JahrChart 1 JahrKurzbeschreibung
1RENESOLA LTD
91.17Chinesischer Hersteller von Solarwafern
2BEIJING ENTERPRISES WTR GR.LTD REG. CONS. SHARES HD -,10 (WKN A0Q10L)
69.8Investment Holding mit Spezialisierung auf den Bau von Anlagen zur Wasseraufbereitung, Meerwasserentsalzung und Reinigung stark verunreinigten Wassers.
3GIANT INTERACTIVE GROUP INC
61.4Das chinesische Softwareunternehmen entwickelt Computerspiele und betreibt für diese Online-Rollenspielportale.
4HUANENG POWER INTERNATIONAL
59.45Der chinesische Energiekonzern konstruiert und betreibt Kraftwerke. Neben 10 eigenen Kraftwerken, ist das Unternehmen an 13 KW beteiligt, sowie über Tochterunternehmen landesweiter Betreiber von Stromnetzen.
5BAOYE GROUP COMPANY LIMITED
46.41Das chinesische Unternehmen ist neben der Produktion von Baustoffen auch in der Planung und dem Verkauf von Immobilien tätig.

Trendbeschreibung

Mit 1,3 Mrd. Einwohnern und einem BIP von knapp 7 Bil. US$ (2007) ist das Land eines der bedeutendsten Volkswirtschafen der Erde. Das Wirtschaftswachstum von nahezu 10 % ist nicht zuletzt auf die Ansiedlung und Auslagerung von Produktionsstandorten diverser ausländischer Firmen in das Billiglohnland zurückzuführen. Neben Erzeugnissen aus dem Maschinenbau und der Elektroindustrie, bilden Textilien und Stahl die wichtigsten Exportgüter.

Die chinesische Wirtschaft liegt mit einem Wachstum von 10,3 % an der Spitze der größten Volkswirtschaften. Dennoch gab es nach der Kursrallye an Aktienmärkten einen herben Rückschlag. Gegenüber ihren Höchstkursen von Oktober 2007 gaben die Indizes teilweise um mehr als 60% nach. Die Regierung hatte damals bereits die Anleger gewarnt, nicht mit überzognen Erwartungen einzusteigen. Der Shanghai Composite-Index hat sich von Mitte 2006 an innerhalb con 12 Monaten fast vervierfacht. Diese Blase am Aktienmarkt war durch die wirtschaftliche Entwicklung alleine nicht zu begründen. Die Regierung räumt dem sozialen Frieden im Land absoluten Vorrang ein und zwängt die Wirtschaft des Landes so in ein Konstrukt aus Markt- und Planwirtschaft.

Die drei bestimmenden Faktoren sind dabei die Inflation, das Wirtschaftswachstum und der Wechselkurs des Yuan.

Das Land ist seit Jahren in der Position eine Überhitzung seiner Wirtschaft beständig entgegenwirken zu müssen. Dabei hat die Regierung die kritische Marke von 8,8 % im Auge, die als Minimum gilt, um den jährlich 25 Mio. Schulabsolventen einen Einstieg in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Zumindest die Inflation konnte das Land drücken. Nach offiziellen Angaben liegt diese bei unter 7 %. Die Produzentenpreise stiegen aber im Juli 2008 um mehr als 8,8 % an. Der Grund für diese Diskrepanz liegt in der Preisregulierung durch die Zentralregierung. Auf viele Produkte hat die Regierung einen Höchstpreis verhängt, oder sie greift in die Preisgestaltung durch Subventionen ein.

Die Aufwertung der Währung Yuan wird kontrolliert und gebremst um die heimische Exportwirtschaft zu unterstützen ? sehr zum Missfallen der Industrienationen. Zudem verteuern sich so die ohnehin teuren Rohstoffimporte zusätzlich. Preisobergrenzen etwa für Benzin setzen den Unternehmen auch hier enge Schranken. Die Unternehmen sind so angehalten ihren Gewinn zunehmend im Ausland zu erwirtschaften, da sie auf dem heimischen Markt die Kosten nicht in vollem Umfang auf die Konsumenten umlegen können/dürfen. Zudem haben die Unternehmen zunehmend mit Konkurrenten aus Vietnam und Indien zu kämpfen. Hier sind die Lohnkosten noch niedriger und erste Unternehmen ziehen diese Standorte bereits China vor. Darüber hinaus wird die Ein-Kind Politik in absehbarer Zeit ihre Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. Dann kann der brain-drain nicht so leicht durch nachrückende Massen aufgefangen werden und ein Mangel na Fachkräften wird die Folge sein. Das Land profitiert gegenüber der Konkurrenz nach wie vor von seiner vergleichsweise gut ausgebauten Infrastruktur und den vorhanden gut ausgebildeten und günstigen Fachkräften.

Für die nahe Zukunft ist keine rasche Erholung der Börsen zu erwarten, da sich auch das Reich der Mitte nicht der allgemeinen Abschwächung der Weltwirtschaft entziehen kann. Zudem fehlt es den einst so optimistischen Anlegern derzeit an Vertrauen in die Aktienmärkte. Mit einem durchschnittlichen KGV von 14 sind chinesische Unternehmen aber durchaus günstig bewertet und nach der Konsolidierung der Märkte durchaus wieder für einen Einstieg zu empfehlen.